Kaum Bewegung vor Jackson Hole

Dax gewinnt 0,1 Prozent - Warten auf Äußerungen der Notenbanker

Kaum Bewegung vor Jackson Hole

dm Frankfurt – Vor der Notenbankertagung in Jackson Hole (USA) hielten sich die Investoren zurück. Die Präsidentin der gastgebenden Notenbank von Kansas City, Esther George, plädierte im US-Fernsehen für eine zeitnahe Entscheidung zur Bilanzreduktion der US-Notenbank. Sie sagte auch, sie sehe eine Chance für eine dritte Zinsanhebung durch die Fed in diesem Jahr. Auch der Präsident der Notenbank von Dallas, Robert Kaplan, äußerte sich im US-Fernsehen. Die Fed solle mit der Normalisierung ihrer Bilanz im September beginnen. Angesichts der verhaltenen Inflation wolle er aber mit dem nächsten Zinsschritt noch etwas abwarten. Nach den Verlusten des Vortags schloss der Dax gestern um 0,1 % höher auf 12 180,8 Punkte. Gesucht waren Daimler, die um 1,5 % zulegten. Laut einem Bericht des “Manager-Magazins” strebt der Konzern einen Konzernumbau und die Schaffung einer Holding an.Am Devisenmarkt zeigten sich wenig Veränderungen. Der Euro notierte gegenüber dem Dollar praktisch unverändert auf 1,1806. Das britische Pfund gab am Donnerstag zunächst weiter nach und sank gegenüber dem Dollar bis auf 1,2775 und damit auf das niedrigste Niveau seit zwei Monaten, wurde aber am frühen Abend wenig verändert bei 1,2802 Dollar gehandelt. Gegenüber der Gemeinschaftswährung notierte das Pfund ebenfalls kaum verändert bei 1,0835. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stand zuletzt unverändert bei 0,38 %. Staatsanleihen aus Venezuela standen weiter unter Druck. Die Renditen der Papiere erreichten in einzelnen Laufzeitenbereichen die höchsten Stände seit rund zweieinhalb Jahren. Wirkung zeigten am Markt nach wie vor Berichte, wonach es in den USA Überlegungen gibt, den Handel mit Schuldtiteln aus Venezuela komplett zu verbieten.Die US-Börsenaufsicht SEC hat zudem den Handel in den Aktien des Bitcoin-Anbieters First Bitcoin Capital wegen Verdachts auf irreführende Bilanzierung aussetzen lassen.