Kursrutsch bei Bitcoin setzt sich fort
Kursrutsch bei Bitcoin setzt sich fort
sts Frankfurt – Der rasante Preisverfall der Kryptowährung Bitcoin setzte sich am Mittwoch fort. Für eine Einheit wurden zeitweilig nur 3 735,99 Dollar gezahlt, was einem Minus von gut 10 % entspricht. Schon am Dienstag war die Notierung eingebrochen, nachdem der Chef der Großbank J.P. Morgan, Jamie Dimon, eine Warnung vor Bitcoin ausgesprochen hatte. Allerdings sind starke Schwankungen in dieser Währung nicht unüblich.”Es ist ein Betrug”, hatte Dimon während einer Investorenkonferenz in New York über Bitcoin gesagt. Der jüngste Anstieg der Digitalwährung sei schlimmer als die Tulpenzwiebelblase im 17. Jahrhundert und “wird nicht gut enden”. Zu Jahresbeginn hatte ein Bitcoin noch 1 000 Dollar gekostet. Bis Anfang September stieg der Kurs auf annähernd 5 000 Dollar. Dabei war es allerdings immer wieder zu zwischenzeitlichen Einbrüchen gekommen.Wenn einer seiner Leute anfinge, mit dem Bitcoin zu handeln, “würde ich ihn binnen einer Sekunde feuern”, sagte Dimon. Dies gelte aus zwei Gründen: “Es ist gegen die Regeln, und es ist dumm. Und beide Gründe sind gefährlich.” Es gebe nur wenige Gründe, Bitcoin zu nutzen, führte Dimon aus. “Wenn Du in Venezuela lebst oder in Ecuador oder in Nordkorea oder in einigen anderen ähnlichen Ecken. Oder wenn Du ein Drogendealer, ein Mörder oder so etwas bist – dann bist Du mit dem Bitcoin besser dran als mit US-Dollar”, sagte Dimon. “Es mag also einen Markt dafür geben, aber es wäre ein begrenzter Markt.”Unterdessen holte am Markt der von Notenbanken gedeckten Währungen der Dollar ein wenig seiner jüngsten Verluste auf. Er reagierte auf steigende Renditen von US-Staatsanleihen, nachdem der jüngste Anstieg der Erzeugerpreise Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik auslöste. Die Preise waren im August um 0,2 % gestiegen, nach einem Minus von 0,1 % im Juli. Der Euro verbilligte sich um 0,6 % auf 1,1890 Dollar, während dieser sich um 0,4 % auf 110,60 Yen verteuerte.