LVMH treibt Luxus-Sektor an
LVMH treibt Luxus-Sektor an
Aktienmarkt
LVMH treibt Luxus-Sektor an
Dax zeigt sich stabil – Hellofresh und Thyssenkrupp legen kräftig zu
tom Frankfurt
Stabil, aber wenig verändert präsentierte sich der Dax am Donnerstag. Einen Tag nach dem Jahreshoch bei 15.827 Zählern pendelte der deutsche Leitindex lange um die Marke von 15.700 Punkten und ging schließlich mit einem Plus von 0,2% bei 15.729 Euro aus dem Handel. Der MDax gewann 0,8% auf 27.561 Zähler, der SDax legte um 1,5% auf 13.357 Punkte zu. Gewinne gab es auch beim Euro Stoxx 50, der sich um 0,7% auf 4.363 Zähler verbesserte.
Aktie des Tages war in Europa LVMH. Der Luxusgüterriese legte für das erste Quartal einen die Erwartungen übertreffenden, im Vorjahresvergleich um 17% gestiegenen Umsatz vor. Die Aktie stieg bis auf ein Rekordhoch von 884,50 Euro und schloss mit einem Gewinn von 5,7% bei 883,90 Euro. Im Sog von LMVH legten auch andere Luxusaktien deutlich zu, darunter Hermès (+3,1% auf 1.945,40 Euro) und Richemont (+4,4% auf 145 sfr). Dank LVMH stieg der CAC 40 mit 7.486 Punkten ebenfalls auf ein Rekordhoch, ehe er mit einem Plus von 1,1% bei 7.481 Zählern schloss.
Etliche Häuser reagierten auf die LVMH-Zahlen mit Kurszielerhöhungen. So hob Credit Suisse ihr Kursziel von 960 auf 1.005 Euro an und bestätigte die Einstufung mit „Outperform“. Société Générale erhöhte ihr Kursziel für die weiter zum Kauf empfohlene Aktie von 925 auf 985 Euro. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel von 805 auf 845 Euro an und blieb bei ihrer Halteempfehlung.
Analysten zuversichtlich
Unter den Gewinnern war auch die Aktie von Hellofresh. Das MDax-Unternehmen erhielt ein Konsens-Rating von „ Hold“ von den acht Brokerhäusern, die das Unternehmen beobachten, berichtet Marketbeat Ratings. Vier Research-Analysten haben die Aktie mit einem „Hold“-Rating bewertet, drei haben Hellofresh ein „ Buy“-Rating gegeben. Die Aktie stieg um 5,3% auf 24,90 Euro.
Ihren Aufstieg setzte die Aktie von Thyssenkrupp fort. Kräftig erholte Stahlpreise halfen dem Unternehmen ebenso wie eine Heraufstufung von Deutsche Bank Research auf „Hold“. Die Aktie legte um 4,3% auf 7,15 Euro zu.
Die Aussicht auf signifikante Aufträge der Bundeswehr gibt der Aktie von Hensoldt Rückenwind. Die Papiere des Spezialisten für Rüstungselektronik klettern um 4,4% auf 35,08 Euro. Das Unternehmen rechne mit Bestellungen aus dem 100-Milliarden-Euro-Beschaffungsprogramm, sagte Hensoldt-Chef Thomas Müller in einem Interview mit Reuters.
Unter den Verlieren findet sich Fraport. J.P. Morgan beließ die Einstufung bei „Neutral“. Weniger Reisen und Streiks trüben das Geschäft. Der Flughafenbetreiber büßte 3,4% auf 46,45 Euro ein.
