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Marktteilnehmer suchen Zuflucht im Dollar

Euro gibt um 0,9 Prozent nach - Yen fester

Marktteilnehmer suchen Zuflucht im Dollar

ck Frankfurt – Zunehmende Sorgen über die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben die Marktteilnehmer am Mittwoch in den Dollar getrieben. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu sechs anderen Industrieländerwährungen abbildet, stieg bis auf 99,79 Punkte und lag während des späten europäischen Handels mit einem Plus von 0,7 % bei 99,66 Zählern.Die Verunsicherung wurde u. a. von der Warnung von US-Präsident Donald Trump verstärkt, dass den Amerikanern zwei “schmerzhafte” Wochen bevorstünden, sowie von der Erklärung der US-Regierung, dass die Pandemie zwischen 100 000 und 240 000 Todesopfer in den Vereinigten Staaten zur Folge haben könnte. Hinzu kamen schwache Einkaufsmanagerdaten aus Europa, die einen starken Einbruch im verarbeitenden Sektor anzeigten, sowie die Ausdehnung von Ausgangsbeschränkungen in einigen Ländern. Auch in den USA wurden schlechte Daten veröffentlicht. Allerdings fielen sie weniger schlimm aus als befürchtet. So wurden laut dem Datendienstleister ADP im März per saldo 27 000 Stellen reduziert, während der Konsens laut Reuters von einem Rückgang um 150 000 ausgegangen war. Der Konjunkturindex des Institute for Supply Management ist von 50,1 auf 49,1 Punkte gesunken verglichen mit einem vom Konsens befürchteten Rückgang auf 45 Zähler. Heute werden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, die in der zurückliegenden Woche bereits einen dramatischen Anstieg auf mehr als 3 Millionen Anträge gezeigt hatten.Der Euro sank bis auf 1,0918 und wurde im späten Geschäft mit einem Verlust von 0,9 % bei 1,0928 Dollar gehandelt. Der australische Dollar sank um 0,5 % auf 0,611 Dollar, Südafrikas Währung gab um 0,7 % auf 17,97 Rand pro Dollar nach. Lediglich die klassischen Safe Havens konnten sich gegen die US-Währung behaupten. So gab der Dollar 0,3 % auf 107,25 Yen ab.