Notenbankgeld treibt Aktienkurse

Dax legt um 3,4 Prozent zu - Hoffnung auf US-Programm beflügelt Bauwerte

Notenbankgeld treibt Aktienkurse

wbr Frankfurt – Die zusätzlichen geldpolitischen Impulse seitens der amerikanischen und der japanischen Zentralbanken sowie ein Bericht, nach dem die US-Regierung ein weiteres Programm zur Ankurbelung der Konjunktur in Höhe von 1 Bill. Dollar auflegen wird, haben am Dienstag für kräftige Kurssteigerungen an den Aktienmärkten gesorgt. Nach sechs Handelstagen in Folge mit Verlusten stieg der Dax am Dienstag um 3,4 % auf 12 316 Punkte. Der Euro Stoxx 50 legte um 3,4 % auf 3 243 Zähler zu. Die amerikanischen Börsen konnten im frühen Handel ihre Gewinne vom Vortag ausbauen.Positiv aufgenommen wurde die Ankündigung der US-Notenbank, mit dem Kauf von Unternehmensanleihen die Folgen der Krise für die Wirtschaft abzufedern. Zudem gab es weitere Impulse aus Japan. Am Dienstagmorgen hatte die Bank of Japan ihr Unterstützungspaket für Unternehmen überraschend stark um fast 50 % auf umgerechnet rund 900 Mrd. Euro aufgestockt.Am deutschen Aktienmarkt profitieren von der guten Stimmung die Bauwerte. Besonders gefragt waren im Dax bzw. im MDax Aktien von Heidelberg Cement und Hochtief. Hintergrund ist das US-Konjunkturprogramm, das die Infrastruktur stärken soll. Die USA sind für Heidelberg Cement ein wichtiger Markt.Die beiden wichtigsten Rohölsorten Brent und WTI haben am Dienstag etwas zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Abend 40,16 Dollar. Das waren 1,1 % mehr als am Montag. Damit stabilisierte sich die Notierung für Brent über der Marke von 40 Dollar. Mitte April lag der Preis noch bei 19 Dollar pro Barrel.Die gute Stimmung an den Aktienmärkten hat die Kurse deutscher Staatsanleihen leicht gedrückt. Der Euro-Bund-Future gab bis zum Abend um 0,1 % auf 175,29 Punkte nach. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf -0,43 %. – Kommentar auf dieser Seite Berichte Seiten 5 und 20