Produktionskürzungen der Saudis treiben Ölpreis an
Produktionskürzungen der Saudis treiben Ölpreis an
ku Frankfurt – Die Ankündigung einer Förderkürzung durch das Opec-Schwergewicht Saudi-Arabien hat am Dienstag den Ölpreis gestützt. Die wichtigste Nordseesorte Brent Crude verteuerte sich um 1,3 % auf 56,50 Dollar je Barrel. Das Ölministerium des Landes kündigte an, im November 560 000 Barrel pro Tag (bpd) weniger als im Oktober zu exportieren. Die Exportmenge für den November wurde mit 7,15 Mill. bpd angegeben. Dem steht nach Darstellung des Ministeriums eine Exportnachfrage von 7,71 Mill. bpd gegenüber.Begründet wurde die Zurückhaltung mit den zwischen der Opec und weiteren Förderländern wie Russland vereinbarten Produktionskürzungen von rund 1,8 Mill. bpd, die bis März 2018 gelten. Mit der angekündigten Kürzung exportiert Saudi-Arabien allerdings immer noch mehr als in den Sommermonaten. Im September wurden 6,7 Mill. bpd ausgeführt, im August sogar nur 6,6 Mill. bpd.Gleichwohl ist bei dem Kartell eine zunehmende Nervosität wegen der Produktionsausweitungen der amerikanischen Schieferölbranche zu spüren. Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo hat am Dienstag die US-Produzenten aufgefordert, bei der Reduzierung der globalen Angebotsmenge mitzuwirken. “Wir fordern unsere Freunde in den Schieferölregionen Nordamerikas auf, die zu teilende Verantwortlichkeit so ernst zu nehmen, wie es notwendig ist. Dies ist eine wichtige Lektion aus dem gegenwärtig in einzigartiger Weise durch das Angebot getriebenen Zyklus”, betonte er.Am Wochenende hatte Barkindo bereits erklärt, im kommenden Jahr müssten die Opec und andere Ölproduzenten “außergewöhnliche Maßnahmen” ergreifen, um dem Ölmarkt zu einem Gleichgewicht zu verhelfen. Allerdings hatte der Opec-Generalsekretär auch betont, dass sich das Kartell auf dem Weg befinde, seine Ziele zu erreichen.Der Ölpreis wurde auch dadurch angetrieben, dass nach Angaben der US-Regierung derzeit 85 % der Produktionskapazitäten im Golf von Mexiko wegen des Hurrikans “Nate” außer Betrieb sind. Damit fallen 1,5 Mill. bpd derzeit weg.