Rückläufige US-Renditen drücken den Dollar
Rückläufige US-Renditen drücken den Dollar
dm Frankfurt – Der Rückgang der US-Staatsanleiherenditen von ihrem höchsten Stand seit Januar 2014 hat den Greenback am Donnerstag belastet. Gemessen am Dollar-Index sank er um 0,3 % auf 88,70 Punkte und damit fast auf den tiefsten Stand seit November 2014. Der Euro legte um 0,2 % auf 1,2482 Dollar zu. Währungsanalystin Esther Reichelt von der Commerzbank sagte, die Dollar-Schwäche sei vor allem stimmungsgetrieben, es gebe keine überzeugenden fundamentalen Argumente. Die DZ Bank wiederum erhöhte ihre Prognose für den Euro auf Sicht von zwölf Monaten von 1,25 auf 1,30 Dollar. “Von Fragen des US-Budgetdefizits über das sich ausweitende US-Handelsbilanzminus bis hin zur Neuausrichtung des globalen Reservemanagements, einer schärferen Gangart bei der US-Handelspolitik und Zweifeln an der offiziellen Politik des starken Dollars gibt es diverse Stolpersteine, die sich unserer besonderen Beobachtung bei den kommenden Prognoserunden sicher sein dürfen”, so die DZ Bank.Seit Jahresanfang hat der tägliche Währungsumsatz laut Daten des Devisenabwicklers CLS im Jahresvergleich um 24 % auf 1,805 Bill. Dollar zugenommen. Als Ursache wurde auf die Unsicherheit über den künftigen geldpolitischen Kurs von großen Notenbanken verwiesen.Die sogenannte Kryptowährung Bitcoin legte in Luxemburg 3,7 % auf 9 842 Dollar zu. Laut dem Fintech Autonomous Next handeln 226 Hedgefonds die virtuelle Währung mit rund 3,5 bis 5 Mrd. Dollar Assets under Management. Die Zentralbank von Saudi-Arabien gab ferner eine Kooperation mit Ripple bekannt.