Spanische Sozialisten machen Anleger nervös
Spanische Sozialisten machen Anleger nervös
kjo Frankfurt – Die Wahl des Hardliners Pedro Sanchez zum Vorsitzenden der spanischen Sozialisten hat die Bondanleger zum Auftakt der neuen Handelswoche nervös gemacht. Spanische Staatsanleihen standen deshalb nicht so hoch in der Gunst der Anleger. Verkäufe waren zu beobachten. Die Rendite der zehnjährigen Staatspapiere aus Madrid stieg im Verlauf des Handels bis auf 1,62 % und lag abends bei 1,61 % nach 1,56 % am zurückliegenden Freitag. Unruhigeres FahrwasserMit der Wahl von Sanchez, der dem linken Parteiflügel der Sozialisten angehört, dürfte die Minderheitsregierung des konservativen Premiers Mariano Rajoy in unruhigeres Fahrwasser geraten, kommentierte etwa Christian Lenk, Analyst bei der DZ Bank, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. “Die steigende politische Unsicherheit in Madrid könnte sich mittelfristig zu einem stärkeren Belastungsfaktor entwickeln”, sagte Lenk. Allerdings stünden den politischen Risiken derzeit noch starke Konjunkturdaten aus Spanien als ausgleichender Faktor gegenüber. Mit einem Sturz Rajoys sei nicht zu rechnen. Sanchez lehnt die wirtschaftsfreundliche Politik der derzeit regierenden Volkspartei ab. Mit seiner Wahl dürfte es für die Konservativen schwieriger werden, Reformgesetze durch das Parlament zu bringen. Rajoy hat gewarnt, dass es bei einer Blockade wieder Neuwahlen geben werde.Am Primärmarkt trat Frankreich auf, und zwar am Geldmarkt. Unter den Hammer kamen Papiere mit den Laufzeiten von 13, 22 und 48 Wochen. Der in 13 Wochen auslaufende Titel ging zu einer durchschnittlichen Rendite von – 0,593 % an die Investoren. Beim vorigen Mal waren es noch – 0,587 %. Das in 22 Wochen fällige Papier ging zu durchschnittlich – 0,609 % an die Anleger nach – 0,607 % bei der vorangegangenen Versteigerung. Bei dem in 48 Wochen fälligen Titel lag die Rendite bei – 0,538 %. Hier war ein leichter Anstieg zu beobachten, denn beim vorigen Mal lag der Satz noch bei – 0,545 %. Insgesamt nahmen die Franzosen 6,584 Mrd. Euro auf.