DEVISEN

Spekulation auf Zinssenkung setzt Dollar unter Druck

Yen und Schweizer Franken legen zu

Spekulation auf Zinssenkung setzt Dollar unter Druck

wbr Frankfurt – Der Dollar konnte auch am Dienstag nicht seine Stärke der vergangenen Woche zurückgewinnen. Der Greenback war zuletzt auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen. Am Dienstag notierte die Gemeinschaftswährung am Abend bei 1,0864 Dollar (plus 0,1 %) und damit deutlich über dem Tief von 1,0784 Dollar vom vergangenen Donnerstag. Belastend wirkte sich für den Greenback aus, dass immer mehr Marktteilnehmer eine Zinssenkung erwarten. Dafür sprächen die hohen Notierungen für US-Zinsfutures; Beobachter vermuten daher, dass die Fed die Zinsen senken könnte, um den durch den Ausbruch des Coronavirus verursachten Druck auf die globale Wirtschaft zu verringern.Von der anhaltenden Unsicherheit an den Finanzmärkten profitierte vor allem der japanische Yen. So konnte der Yen auf breiter Basis zulegen, “womit er die Position des ultimativen sicheren Hafens einnahm”, schreiben die Experten der Commerzbank. Der Yen konnte gegenüber dem Dollar um 0,5 % zulegen. Dementsprechend notierte der Dollar bei 110,12 Yen. Auch gegenüber dem Euro stieg der Yen an.Ein uneinheitliches Bild gab es beim Schweizer Franken. Zwischenzeitlich hatte die Devise abgewertet. Das ließ die Marktbeobachter vermuten, dass die Schweizerische Nationalbank intervenierte habe. Am Dienstag setzte sich jedoch der Trend einer weiteren Aufwertung fort. Der Euro verlor wieder an Wert und kostete am Abend 1,0595 sfr, was einem Verlust von 0,3 % entspricht. Der Franken profitierte dabei erneut von seinem Nimbus als sicherer Hafen.