Südafrikanischer Rand fällt auf Jahrestief
Südafrikanischer Rand fällt auf Jahrestief
dm Frankfurt – Vor der Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank hat der Euro gegenüber dem Dollar leicht an Boden gewonnen. Am Mittwoch notierte die Gemeinschaftswährung im späten Handel um 0,2 % höher auf 1,179. Der Dollar-Index, der die Entwicklung des Greenback gegenüber sechs Industrieländerwährungen spiegelt, gab 0,1 % auf 93,72 Punkte ab. Die Helaba schrieb in einer Einschätzung, es werde noch in dieser Woche mit der Nominierung des Fed-Chef-Postens durch US-Präsident Donald Trump gerechnet. Bezüglich der EZB sei die vorherrschende Meinung, dass verringerte Anleihekäufe ab Januar 2018 bekannt gegeben werden. Dabei sei das avisierte Gesamtvolumen und der zeitliche Horizont von Bedeutung. Dass der Euro nachhaltig von den EZB-Entscheidungen unterstützt wird, werde nicht erwartet. Das Überraschungspotenzial liege möglicherweise eher beim US-Dollar, schreibt die Helaba.Nach stärker als erwarteten Zahlen für das Bruttoinlandprodukt in Großbritannien – es legte im dritten Quartal um 0,4 % im Quartalsvergleich zu – gewann das britische Pfund getrieben von der Hoffnung auf eine baldige Zinserhöhung der Bank of England. Zuletzt war es für 1,123 Euro zu haben, 0,6 % mehr als am Vortag.Unter Druck stand die südafrikanische Währung. Sie fiel gegenüber Euro und Dollar auf das bisher niedrigste Niveau in diesem Jahr. Der Euro verteuerte sich gegenüber dem Rand um 1,4 % auf 16,414, und der Dollar um 1,2 % auf 13,922 Rand. Am Markt wurde auf Aussagen des südafrikanischen Finanzministers Malusi Gigabe verwiesen, der gesagt hatte, das Land wolle seine Schulden erhöhen, um das Budgetdefizit zu stopfen. In den nächsten vier Jahren dürfte die Verschuldung auf über 60 % des Bruttoinlandprodukts steigen, so Gigabe. Der Investmentmanager Brown Brothers Harriman & Co erwartet nun eine Ratingabsenkung durch mindestens eine Agentur.