T-Mobile US bereitet voluminösen Bond-Deal vor
T-Mobile US bereitet voluminösen Bond-Deal vor
kjo/Bloomberg Frankfurt – T-Mobile US wird voraussichtlich eine gewaltige Anleiheemission durchführen, um die Akquisition von Sprint zu finanzieren. Der Mobilfunkanbieter will den Berichten zufolge vorrangige, besicherte Anleihen mit Investment-Grade-Rating begeben. Im Gespräch sind dabei fünf Tranchen für den Deal. Die Tranche mit der längsten Laufzeit soll eine 30-jährige Anleihe sein. Im Handel hieß es, dass dieser Titel im aktuellen Umfeld einen Spread gegenüber US-Staatsanleihen von rund 375 Basispunkten (BP) aufweisen könnte.T-Mobile und beteiligten Banken zufolge können Marktteilnehmer sich insgesamt auf ein Anleihevolumen von mindestens 10 Mrd. Dollar einstellen. Es wäre eine der größten Emissionen in diesem Jahr. Die Erlöse sollen den Berichten zufolge für die Teilrefinanzierung eines Überbrückungskredits in Höhe von 19 Mrd. Dollar sowie für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden. Der Restbetrag der Finanzierung könne über Anleihen laufen, die auf andere Währungen einschließlich Euro lauten würden.Im Segment der Unternehmensanleihen ging es am Donnerstag rege zu. So brachte Shell drei Euro-Tranchen, für die das Unternehmen regen Zuspruch bekam. Der bis 2024 laufende Bond über 1 Mrd. Euro ging zu einem Spread von 145 BP an die Anleger. Hierfür lagen Orders von mehr als 3,5 Mrd. Euro vor. Bei der zweiten Tranche fiel die Wahl auf eine achtjährige Laufzeit, die ebenfalls im Volumen von 1 Mrd. Euro kam. Hierfür gab es Orders von mehr als 3,25 Mrd. Euro. Das Papier kam zum Spread von 170 BP. Die dritte Anleihe wurde mit der Fälligkeit 2032 ausgestattet. Auch hierüber wurden 1 Mrd. Euro lockergemacht. Es gab Orders von mehr als 4,75 Mrd. Euro. Das Papier zahlt einen Spread von 190 Basispunkten.Auch der Ölkonzern BP brachte neue Bonds mit Laufzeiten 2024 (1 Mrd. Euro), 2028 (1 Mrd. Euro) und 2032 (1,25 Mrd. Euro), die zu Spreads von 215 BP, 265 BP bzw. 280 BP platziert wurden. Es lagen für die drei Bonds insgesamt Orders von knapp 7 Mrd. Euro vor.