Unruhe an den Märkten setzt sich fort
Unruhe an den Märkten setzt sich fort
xaw Frankfurt – Der Zwist zwischen den Ölmächten Saudi-Arabien und Russland sowie die Coronakrise haben den Märkten am Mittwoch keine Ruhe gelassen. Zwar startete der Dax mit Gewinnen in den Handel, am Nachmittag fielen die Kurse aber deutlich. Auch eine schwache Eröffnung der US-Börsen sorgte dafür, dass der deutsche Leitindex bis zum Abend um 0,4 % auf 10 439 Punkte nachgab. Der Euro Stoxx 50 fiel ebenfalls um 0,4 % auf 2898 Zähler.Nach ihrer Erholung vom Dienstag gaben auch die Ölpreise wieder nach. Ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde am Abend zu 36,04 Dollar und damit 3,2 % unter dem Vortagesniveau gehandelt. Der Preis für US-Leichtöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 3,3 % auf 33,23 Dollar pro Barrel. Beobachter verwiesen auf die überraschend stark gewachsenen Rohölbestände in den USA. Zudem stutzte die Opec zum zweiten Mal innerhalb eines Monats ihre Nachfrageprognose zurecht: Sie rechnet nun lediglich mit einem Bedarfsplus von 60 000 Barrel pro Tag bis Jahresende; weltweit werden täglich 100 Mill. Barrel Öl produziert. Hintergrund für das verhaltene Wachstum ist laut Ölkartell vor allem die grassierende Lungenseuche. In Reaktion auf fallende Preise hatten die Opec und Russland zuletzt über gewaltige Förderkürzungen verhandelt, waren aber zu keiner Einigung gekommen.Nach der Ankündigung der britischen Regierung über Konjunkturhilfen notierte das britische Pfund am frühen Abend 0,2 % tiefer bei 1,2880 Dollar. Zuvor hatte die Bank of England bereits die Zinsen um 50 Basispunkte auf 0,25 % gesenkt.Dennoch stieg die Rendite des zehnjährigen britischen Staatstitels um 3,5 Stellen auf 0,275 %. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte um fünf Stellen auf -0,75 %, während die Verzinsung der zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihe um sechs Stellen auf 0,81 % zulegte. – Leitartikel Seite 6 Berichte Seite 20