ROHSTOFFE

Unruhen im Iran treiben Ölpreis zeitweise an

Brent und WTI starten 2018 über 60 Dollar

Unruhen im Iran treiben Ölpreis zeitweise an

kjo Frankfurt – Der Ölpreis ist zum Auftakt des neuen Jahres zunächst auf den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren gestiegen. Im Verlauf des Handels kletterte der Preis für die Nordseesorte Brent auf 67,29 Dollar. Danach kam es aber zu Gewinnmitnahmen. Im späten europäischen Handel lag der Preis bei 66,26 Dollar (-0,9 %). Der Preis für West Texas Intermediate (WTI) stieg bis auf 60,74 Dollar und war abends bei 60,21 Dollar und damit 0,2 % niedriger als zum Jahresschluss 2017. Es war zudem das erste Mal seit Januar 2014, dass die beiden Sorten Brent und WTI mit Notierungen oberhalb der Marke von 60 Dollar in das Jahr starteten.Den Grund für die zwischenzeitlichen Preisanstiege sahen Akteure in Spekulationen auf einen Ausfall bei den iranischen Exporten. Bei den größten Protesten gegen die iranische Regierung seit dem Jahr 2009 waren in vergangenen Tage mehrere Menschen ums Leben gekommen.Die landesweiten Proteste hatten am Donnerstag der vergangenen Woche begonnen. Die Kundgebungen richteten sich zunächst gegen die Wirtschafts- und Außenpolitik der Regierung, dann aber zunehmend gegen das ganze System. Heftige Kritik gibt es vor allem an der iranischen Nahostpolitik. Israel wirft Iran vor, mit Waffenlieferungen in den Gazastreifen zu einer Eskalation des Konflikts mit militanten Palästinensern beizutragen. Darüber hinaus erhielt der Ölpreis im Tagesverlauf aber auch Unterstützung durch die Förderbremse seitens der Opec und das anhaltende Wachstum der Weltwirtschaft, so die Einschätzung von Marktteilnehmern.