Unsicherheit kehrt an Märkte zurück

US-Konjunktur bricht stärker ein als befürchtet - Horrorprognose für Ölmarkt

Unsicherheit kehrt an Märkte zurück

xaw Frankfurt – Der Aufwärtstrend an den Märkten hat am Mittwoch einen kräftigen Dämpfer erlitten. Unter den Anlegern rückten die Rezessionsängste wieder in den Vordergrund. Der Dax gab in der Folge um 3,9 % auf 10 280 Punkte nach. Auch die großen US-Börsenindizes zeigten sich im frühen Handel schwach. Befeuert wurde die Entwicklung durch Konjunkturdaten, die niedriger ausfielen als erwartet.Am Abend legte dann die US-Notenbank ihr Beige Book über die aktuelle wirtschaftliche Lage in den USA vor. Die Währungshüter verwiesen darin erneut auf einen scharfen und abrupten Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Coronakrise. Hersteller von Lebensmitteln und Medizinprodukten hätten über eine starke Nachfrage berichtet, aber sowohl über Verzögerungen in der Produktion als auch über Störungen der Lieferketten geklagt. Alle Fed-Distrikte berichteten über hochgradig unsichere Ausblicke der dort ansässigen Unternehmen. Die meisten Firmen erwarteten demzufolge eine weitere Verschlechterung der Lage. Die Beschäftigung sei in allen Fed-Distrikten zurückgegangen.Unter den Einzelwerten im Dax waren Deutsche Bank mit einem Minus von 9,3 % auf 5,63 Euro Schlusslicht. Auch die im Zuge der Coronakrise gebeutelten Auto- und Luftfahrtaktien verzeichneten abermals deutliche Kursrückgänge.Am Ölmarkt gerieten die Preise nur wenige Tage nach der Einigung der “Opec plus” auf Produktionskürzungen erneut stark unter Druck. Die Brent-Notierung sackte zeitweise um rund 7 % auf unter 28 Dollar je Barrel ab. US-Leichtöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel unter die Marke von 20 Dollar je Barrel. Die Internationale Energieagentur IEA teilte mit, dass sie für 2020 mit einem Rückgang des globalen Verbrauchs um 9,3 Mill. Barrel pro Tag rechnet. Damit würde der Anstieg der Ölnachfrage der vergangenen Dekade ausgelöscht. – Berichte Seiten 6 und 24