US-Arbeitsmarkt treibt Anleger um

Dax macht zwischenzeitliche Verluste wett - Ölpreis legt um 24 Prozent zu

US-Arbeitsmarkt treibt Anleger um

kjo Frankfurt – Die Sorge vor einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA durch die Corona-Pandemie hat die Aktienmärkte in Europa gestern zeitweise ins Minus gedrückt. Aus den US-Arbeitsmarktdaten für den März ging hervor, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten auf nie dagewesene Höchstwerte geschnellt sind. In der vergangenen Woche stellten 6,65 Millionen Amerikaner einen Erstantrag. Analysten hatten mit 3,5 Millionen Anträgen gerechnet. In der Woche zuvor war bereits mit 3,3 Millionen Gesuchen der Höchststand von 1982 überboten worden. Am heutigen Freitag kommen die landesweiten monatlichen Arbeitsmarktdaten. Experten halten es für möglich, dass es zu einem sprunghaften Anstieg kommt. Die US-Währungshüterin Loretta Mester, die den Fed-Bezirk Cleveland leitet, hält eine Arbeitslosenquote von mehr als 10 % für denkbar.Lag der Dax am frühen Nachmittag noch leicht im Plus, drückten ihn die US-Arbeitslosenzahlen ins Minus. Später konnte sich der deutsche Leitindex aber wieder erholen. Der Dax beendete den Handel bei 9 571 Zählern mit einem Aufschlag von 0,3 %. Der Euro Stoxx 50 war bei 2 688 Punkten ebenfalls mit 0,3 % im Plus. Im frühen US-Handel legte der Dow Jones ungeachtet der schlechten Arbeitsmarktzahlen um 2,1 % zu.Hoffnungen auf eine Behebung der extremen Überversorgung am Ölmarkt trieben die Preise kräftig an. Die Notierung der US-Sorte WTI stieg um bis zu 34,9 % auf 27,39 Dollar und lag am frühen Abend mit einem Aufschlag von 24,8 % bei 25,34 Dollar. Der Preis der Nordseesorte Brent legte um 23,9 % auf 30,64 Dollar zu. Für enormen Auftrieb sorgte am Nachmittag US-Präsident Trump, der per Twitter nach einem Telefongespräch mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman erklärte, er erwarte, dass Russland und Saudi-Arabien ihre Ölförderung um 10 Mill. Barrel drosseln werden. – Berichte Seiten 6 und 20