US-Unternehmen über Zölle besorgt
US-Unternehmen über Zölle besorgt
dm Frankfurt – Ohne einen klaren Trend haben sich die Kurse am Aktienmarkt in Frankfurt entwickelt. Der Blue-Chip-Index Dax schloss nahezu unverändert auf 12 591 Punkten. Der Euro Stoxx 50 legte dagegen um 0,4 % auf 3 490,9 Punkte zu. Schwächere Inflationszahlen als erwartet aus der Eurozone und aus Großbritannien sorgten an den Devisenmärkten für Ausschläge. Das britische Pfund rutschte zuletzt gegenüber dem Euro um 0,6 % auf 0,8709 Pfund ab. Gegenüber dem Dollar stieg die Gemeinschaftswährung um 0,2 % auf 1,2387 Dollar.Die US-Notenbank Federal Reserve berichtet im am Mittwoch vorgelegten neuen Konjunkturbericht – dem Beige Book – von einer mäßigen bis moderaten Expansion der US-Wirtschaft im März und frühen April. Die Preise seien in allen Distrikten moderat gestiegen, aber wegen der Einführung neuer Zölle seien verbreitet steigende Stahlpreise berichtet worden. Zudem hätten Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, in der Landwirtschaft, im Transport und in anderen Wirtschaftssektoren Besorgnis über neu eingeführte oder vorgeschlagene Zölle zum Ausdruck gebracht. Der Internationale Währungsfonds IFW warnte in seinem am Mittwoch vorgelegten Global Financial Stability Report zudem, die Preise für risikoreiche Assets würden in einer Art und Weise steigen, die an die Jahre vor der weltweiten Finanzkrise erinnere. Die Gefahren für das globale Finanzsystem würden zunehmen. Weiter aufwärts ging es mit den Notierungen am Ölmarkt. Für ein Barrel der Nordseesorte Brent Crude mussten erstmals seit November 2014 mehr als 73 Dollar bezahlt werden. Am Anleihemarkt stieg die Rendite der zehnjährigen Bundespapiere um 2 Stellen auf 0,53 %. Der Bund hatte bei der vierten Aufstockung seiner zehnjährigen 0,50-%-Anleihe keine Platzierungsprobleme. Die durchschnittliche Zuteilungsrendite lag bei 0,51 % nach 0,60 %.—– Berichte Seiten 2, 13 und 14