DEVISEN

Vorsichtiges Abwarten mangels klarer Signale

Ölpreisverfall setzt dem Rubel zu - Yuan fester

Vorsichtiges Abwarten mangels klarer Signale

wbr Frankfurt – Der Euro ist am Dienstag um 0,5 % auf 1,0990 Dollar gesunken. Trotz dieser Kursverluste sehen die Devisenanalysten der Helaba kein nennenswertes Aufwertungspotenzial für den Dollar. “Die USA werden von der Coronakrise besonders hart getroffen, und es darf bezweifelt werden, dass sie die Herausforderungen besser bewältigen als Europa.”Der japanische Yen musste ebenfalls leichte Kursverluste einstecken. Der Dollar stieg dementsprechend um 0,1 % auf 107,80 Yen. Marktbeobachter berichteten, dass auch japanische Unternehmen Bedarf an Dollarliquidität haben.Der Kurs des chinesischen Yuan legte am Dienstag 0,2 % zu. Dementsprechend gab der Dollar auf 7,0835 Yuan nach. Chinas Einkaufsmanagerindex, der gestern veröffentlicht wurde, fiel mit 52,0 Punkten besser als erwartet aus. Marktbeobachter sprachen von einer etwas größeren Risikobereitschaft der Anleger nach den besseren Konjunkturdaten aus China. Im März hatte sich die Stimmung in den chinesischen Unternehmen viel stärker aufgehellt als erwartet, nachdem sie im Februar infolge der Coronakrise stark eingebrochen war. “Insgesamt betrachtet steht die Wirtschaft noch immer auf wackligen Beinen. Am Devisenmarkt münden diese uneinheitlichen Signale weiterhin in allgemeine Marktstabilität. USD-CNY notiert seit Mitte März um 7,10 herum”, schreiben die Analysten der Commerzbank.Der dramatische Ölpreisverfall setzte dem russischen Rubel weiter zu. Demgegenüber haben sich einige andere Währungen wie die türkische Lira vergleichsweise gut behauptet. Der Dollar wurde am Dienstag mit 6,5701 Lira gehandelt. Der Rubel stabilisierte sich gestern mit knapp unter 80 Rubel. Damit hat die Währung rund 30 % seit Jahresanfang verloren. “Das entspricht dem üblichen Strickmuster bei einem fallenden Ölpreis: Der Rubel ist der große Verlierer, die Lira hingegen zählt zu den Gewinnern”, so die Währungsexperten der Commerzbank.