ROHSTOFFE

Wachsende US-Bestände drücken auf Ölpreis

Opec senkt erneut Nachfrageprognose für 2020

Wachsende US-Bestände drücken auf Ölpreis

xaw Frankfurt – Bereits nach einem Tag der Erholung haben sich die Ölpreise am Mittwoch wieder deutlich schwächer gezeigt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde am Abend zu 36,04 Dollar gehandelt – damit lag der Preis 3,2 % unter dem Vortagesniveau. Noch schwächer zeigte sich US-Leichtöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit einem Minus von 3,3 % auf 33,23 Dollar. Zuvor hatten die USA bekannt gegeben, dass ihre Rohölbestände in der vergangenen Woche überraschend stark gewachsen sind. Analysten waren von einem Anstieg um lediglich 1,7 Mill. Barrel ausgegangen, die Bestände weiteten sich laut US-Energieministerium aber um 7,7 Mill. auf 451,8 Mill. Barrel aus.Die Opec prognostizierte, dass die weltweite Nachfrage nach Rohöl 2020 kaum steigen wird. In seinem aktuellen Marktbericht senkte das Ölkartell seine Prognose zum zweiten Mal innerhalb eines Monats. Demnach soll das Nachfragewachstum bis Jahresende gerade einmal 60 000 Barrel Öl pro Tag betragen. Grund dafür sei vor allem das Coronavirus, das die Ölpreise seit Wochen belastet. Die Opec und Russland verhandelten deshalb über gewaltige Förderkürzungen, kamen aber zu keiner Einigung.In einem unsicheren Marktumfeld legte der Goldpreis im Handelsverlauf zu, notierte am frühen Abend aber mit einem Minus von 0,2 % bei 1 646,45 Dollar pro Feinunze. Palladium indes hatte zuletzt davon profitiert, dass einer der weltgrößten Produzenten des Edelmetalls seine Produktionsprognosen gekappt hatte. Am Mittwoch schwächelte der Preis für das Platinmetall allerdings und lag bis zum Abend um 5 % niedriger bei 2 212,33 Dollar pro Feinunze.