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Yuan profitiert von starker Konjunktur in China

Beim Euro geht der Markt in Warteposition

Yuan profitiert von starker Konjunktur in China

sts Frankfurt – Mit Rückenwind der unerwartet starken Konjunktur in der Volksrepublik China hat sich der Yuan beim offiziellen Fixing zum Wochenauftakt in der Nähe seines Achtmonatshochs gehalten. Der in Schanghai ermittelte Kurs (Onshore Yuan, CNY) lag bei bis zu 6,7657 Yuan je US-Dollar und damit nahe seines höchsten Niveaus seit 4. November 2016.Zuvor hatte die Notenbank im offiziellen Fixing (“Midpoint”) einen Kurs von 6,7562 Yuan festgelegt, womit der höchste Stand seit 4. November erreicht wurde. Damit hat der Dollar auch zur chinesischen Währung wie zu anderen Währungen auch seine Gewinne nach der Wahl von Donald Trump wieder abgegeben. Der in Hongkong ermittelte Marktkurs (Offshore-Yuan, CNH) lag tiefer und betrug 6,7624 Yuan.Die chinesische Volkswirtschaft war offiziellen Angaben zufolge in den Monaten April bis Juni um 6,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen und damit genauso stark wie in den ersten drei Monaten des Jahres. Unterstützung erhielt der Yuan Marktteilnehmern zufolge auch dadurch, dass China eine stärker marktorientierte Preisbildung anstrebt, wie Präsident Xi Jinping am Samstag ankündigte. Außerdem will die Volksrepublik die Globalisierung ihrer Währung vorantreiben. Seit vergangenem Herbst gehört sie dem Korb der IWF-Sonderziehungsrechte an und ist damit eine der fünf offiziellen Reservewährungen neben Dollar, Euro, Yuan und Pfund. Zuletzt stagnierte allerdings laut Swift-Daten die Verwendung der auch Renminbi genannten Währung im internationalen Zahlungsverkehr.Im Euro-Dollar-Kurs machte sich Attentismus vor der EZB-Pressekonferenz am Donnerstag breit. Der Euro kletterte zwar zeitweilig auf 1,1487 Dollar bevor er im späten Handel kaum verändert bei Werten um 1,1475 Dollar notierte. Der Markt wartet gespannt, ob EZB-Boss Draghi Hinweise in Richtung einer Straffung der Geldpolitik gibt.