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Zinsaussichten und starke Daten lassen Dollar kalt

Gemeinschaftswährung gewinnt 0,6 Prozent

Zinsaussichten und starke Daten lassen Dollar kalt

ck Frankfurt – Trotz eines konstruktiven Umfelds kommt der Dollar nicht vom Fleck. Nur kurz hat die Währung von der Bestätigung des Zinserhöhungskurses der amerikanischen Zentralbank profitiert. Der Euro sank vorübergehend unter 1,24 Dollar, um gestern wieder bis auf 1,2462 Dollar anzuziehen. Am frühen Abend wurde die Währung mit einem Plus von 0,6 % bei 1,2492 Dollar gehandelt.Dabei gingen erneut recht robuste US-Daten ein. So lag der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management für den verarbeitenden Sektor im Januar bei 59,1, während die von Bloomberg befragten Volkswirte im Durchschnitt von 58,6 Zählern ausgegangen waren. Ferner sind in der Woche auf den 27. Januar 230 000 Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung gestellt worden, während der Konsens auf 235 000 eingestellt war. Hinzu kamen Signale eines lohninduzierten Inflationsdrucks. Nach vorläufigen Zahlen sind die Lohnstückkosten im vierten Quartal 2017 annualisiert um 2 % gestiegen, nachdem sie im dritten Quartal um 0,1 % rückläufig gewesen waren. Die Konsenserwartung hatte bei 0,9 % gelegen.Heute steht der US-Arbeitsmarktbericht vom Januar im Mittelpunkt. Laut Bloomberg erwartet der Konsens 180 000 per saldo neu geschaffene Stellen sowie eine unveränderte Arbeitslosenrate von 4,1 %. Hinzu kommt der Industrieauftragseingang vom Dezember. Hier liegt die Konsenserwartung für die monatliche Veränderung bei 1,5 %.Die letzten Zweifler seien nun ebenfalls überzeugt, dass im März der nächste Zinsschritt folgen wird, kommentierte die Commerzbank das Ergebnis der Fed-Sitzung. Wie schon in den letzten Wochen profitiere der Dollar aber nicht von steigenden Zinserwartungen. Er bleibt offensichtlich ein “politischer Dollar”, guter fundamentaler und Zinsausblick hin oder her.