Zinssorgen bremsen Aktienmärkte
Zinssorgen bremsen Aktienmärkte
sts Frankfurt – Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Leitzinsen in den USA hat am Mittwoch auch die europäischen Aktienmärkte gebremst. Marktakteuren zufolge halten sich viele Investoren mit Engagements bei Dividendentiteln zurück, da einerseits der Pfad der US-Geldpolitik etwas unsicher sei, andererseits asiatische Konjunkturdaten nicht überzeugen konnten. Den Aktienmärkten in Europa bescherte dies einen wechselvollen Handelsverlauf. Nach zunächst schwächerer Tendenz legte der Dax am Nachmittag bis auf ein Tageshoch von 12 517 Punkten zu, ehe er im späten Handel wieder in den Minusbereich absackte. Zuletzt lag er mit einem Verlust von 0,4 % bei 12 436 Zählern. Der Euro Stoxx 50 gab um 0,5 % auf 3 440 Punkte nach. Charttechniker warnen nun vor einem Abrutschen des Dax in Richtung 12 000 Punkte, weil der wichtigste deutsche Aktienindex die Marke von 12 500 Stellen erneut nicht halten konnte. Der Dax war am 9. Februar auf einen Jahrestiefststand von 12 003 Zählern gefallen.Von der Erwartung weiterer US-Zinserhöhungen profitierte der Dollar. Der Dollar-Index, der den Wert des Greenback zu sechs Industrieländerwährungen abbildet, stieg um 0,3 % auf 90,60 Punkte. Der den Index prägende Euro fiel bis auf 1,2189 Dollar, den tiefsten Stand seit 18. Januar. Im späten europäischen Geschäft wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,2202 Dollar gehandelt, einem Minus von 0,2 %.Unterdessen wuchsen am Ölmarkt Sorgen vor einer Angebotsschwemme aus den USA. Die US-Ölproduktion erreichte in der vergangenen Woche mit 10,28 Mill. Barrel pro Tag (bpd) einen Rekordwert. Zugleich stiegen gemäß der US-Energiebehörde EIA in dieser Periode auch die Lagerbestände kräftig um 3 Mill. Barrel. Der Preis der wichtigsten Nordsee-Rohölsorte Brent Crude fiel um 1,1 % auf 65,93 Dollar je Barrel. Der Preis der führenden US-Leichtölsorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,1 % auf 62,32 Dollar je Barrel.