Zinsspekulation drückt den Dax
Zinsspekulation drückt den Dax
ku Frankfurt – Spekulation über ein Ende der Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie Kursverluste an der Wall Street haben dem europäischen Aktienmarkt am Montag zu schaffen gemacht. Der Dax rutschte zwischenzeitlich bis auf 12 184 Punkte. Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex dann bei 12 217 Punkten mit einem Minus von 1,4 %. Der Euro Stoxx 50 büßte 1,2 % auf 3 395 Zähler ein.Reuters hatte unter Verweis auf EZB-Insider berichtet, die Märkte lägen mit der Erwartung einer ersten Leitzinserhöhung der EZB im ersten Quartal 2019 wohl richtig. Die Hinweise auf eine Diskussion innerhalb der EZB über den Beginn von Zinserhöhungen haben die Gemeinschaftswährung gestärkt. Der Euro legte um 0,5 % auf 1,2350 Dollar zu.An der Wall Street gab der technologielastige Nasdaq Composite im frühen Handel um bis zu 2,3 % nach. Als Belastung führten Marktteilnehmer die geplante Einführung einer Digital-Steuer durch die G 20-Staaten an, was an Wall Street die Aktien von Internet-Konzernen belastete. In Frankfurt verzeichneten Henkel den größten Tagesverlust seit 2015, nachdem der Konsumgüterkonzern einen verhaltenen Ausblick für das erste Quartal gegeben hatte. In der Spitze sackte der Titel um 5,6 % ab, zum Sitzungsende betrug das Minus noch 2,3 % bei einem Schlusskurs von 107,90 Euro. Lieferschwierigkeiten in den Konsumgütergeschäften in Nordamerika haben Henkel den Start in das neue Geschäftsjahr vermasselt.Der US-Ölpreis der Sorte WTI ermäßigte sich wegen der Erwartung einer stark steigenden Schieferölproduktion um 0,7 % auf 61,92 Dollar je Barrel. Die internationale Benchmark-Sorte Brent hielt sich mit einem Minus von nur 0,1 % auf 66,12 Dollar besser, da sich Marktteilnehmer wegen der zunehmenden politischen Spannungen zwischen Saudi-Arabien und Iran Sorgen machen.—– Nebenstehender Kommentar- Bericht Seite 9