Zinsspekulationen bremsen Dax

Diskussion um Manipulationsmöglichkeiten bei Volatilitätsindex Vix

Zinsspekulationen bremsen Dax

sts/sp Frankfurt/New York – Bei anhaltend erhöhter Marktvolatilität ist die jüngste Kurserholung des Dollar am Dienstag zunächst einmal zum Stillstand gekommen. Im Gegenzug zum festeren Euro und Yen haben die europäischen Aktienmärkte leichte Verluste verbucht und damit ihre Erholung vom Wochenbeginn beendet. Der Dax beendete den Handel 0,7 % tiefer bei 12 197 Punkten, auch der Euro Stoxx 50 fiel um 0,7 % und schloss bei 3 344 Stellen.Nach dem jüngsten Renditeanstieg an den Anleihemärkten reagieren Anleger derzeit sehr sensibel auf Daten zur Inflationsentwicklung als Indikator für eine künftige Straffung der Geldpolitik. Im Vereinigten Königreich waren im Januar die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,0 % gestiegen und damit etwas stärker als vom Markt erwartet. Ökonomen zufolge nehmen dadurch die Spekulationen über eine Zinsanhebung durch die Bank of England womöglich bereits im Mai zu. Das Pfund verteuerte sich um 0,4 % auf 1,3894 Dollar, verbilligte sich zugleich jedoch gegenüber dem Euro. Die Gemeinschaftswährung handelte 0,2 % fester mit 88,99 Pence und 0,6 % höher bei 1,2365 Dollar. Preisdaten aus den USA dürften am heutigen Mittwoch vor dem Hintergrund von Zinsspekulationen aufmerksam verfolgt werden. Unterdessen zogen Volatilitätsindizes wieder an, der Vix aus Chicago stieg um 2,6 % auf 26,29 Stellen. Er lag damit weiterhin deutlich über seinem Niveau vor den jüngsten Marktturbulenzen. In diesem Zusammenhang war er von rund 12 auf 50,50 Punkte hochgeschossen.Inzwischen ist der Vix selbst in die Diskussion gekommen. Ein Insider meldete sich über seinen Anwalt zu Wort und führte die Turbulenzen auch auf Manipulationen des Vix zurück. Aufgrund eines Konstruktionsfehlers sei es Händlern möglich, den Index zu bewegen, ohne Transaktionen abzuschließen. Die CBOE wies die Vorwürfe zurück.—– Berichte Seite 13