Bad Penny
Bad Penny
Wenn Briten sagen, jemand sei wie ein Bad Penny, meinen sie damit im Grunde unerwünschte Zeitgenossen, die dennoch immer wieder zu unangebrachter Zeit auftauchen. Schatzkanzler Philip Hammond dürfte seine Premierministerin dafür halten, ist sie ihm doch erneut in die Parade gefahren. Kurz nachdem sein Ministerium per Konsultationsverfahren die Abschaffung der Kupfermünzen im Wert von 1 und 2 Pence eingeleitet hatte, wurde er von ihr zurückgepfiffen. Zu groß war die öffentliche Empörung und damit die Sorge Theresa Mays, weiter an Unterstützung in der Bevölkerung zu verlieren. Im konservativen Britannien gilt eben noch: Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert. Zudem wurden Inflationsängste wach. Es gebe keine Pläne für die Abschaffung der Penny-Münzen, hieß es aus der Downing Street. Geht es um die Moral, spielt keine große Rolle, dass die Herstellungskosten den Nennwert übertreffen und man nichts mehr dafür kaufen kann. Dafür kann man sie zur Not als Schraubenzieher benutzen oder zum Blindbacken.hip