Britische Einkaufsmanager liefern Wachstumshoffnung
Britische Einkaufsmanager liefern Wachstumshoffnung
hip London – Die jüngsten Einkaufsmanagerindizes von IHS Markit haben die Hoffnung geweckt, dass die britische Wirtschaft nach der Stagnation zum Jahresschluss in diesem Quartal wachsen wird. Chris Williamson, der für die zugrunde liegenden Umfragen verantwortlich zeichnet, wertet die Ergebnisse als Anzeichen für ein Plus von etwas mehr als 0,2 %. Im Februar ging der Index für die dominante Dienstleistungsbranche von 53,9 auf 53,2 Zähler zurück, lag damit aber immer noch weit über der Schwelle von 50, deren Unterschreiten auf einen Abschwung hindeutet. Der Composite-Index sank von 53,3 auf 53,0 und war damit etwas schwächer als in einer Blitzumfrage vom Anfang des Monats (53,3).Williamson zufolge zeigten sich erste Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie, die unter anderem mit sinkenden Touristenzahlen in Zusammenhang gebracht wurde. Sie könne sich durch eine Stimmungseintrübung, Volatilität an den Finanzmärkten und Lieferengpässe bei Zulieferern breiter auswirken.Das für die Bank of America erhobene Verbrauchervertrauen ist allerdings im Februar um ganze sechs Punkte gefallen und hat damit den Anstieg seit der Wahl von Boris Johnson im Dezember komplett wieder abgegeben. Was die wirtschaftlichen Aussichten Großbritanniens angeht, ging die Zuversicht zurück. Die Erwartungen an das Wachstum der eigenen Einkünfte verringerten sich stark. Die US-Großbank rechnet damit, dass die Zentralbank den Leitzins schon am 26. März um 25 Basispunkte senken wird. Für den 7. Mai hat sie weitere 25 Basispunkte auf der Rechnung.