IKB erwartet keinen Inflationsschub

Lob für aktuelle Fiskalpolitik

IKB erwartet keinen Inflationsschub

ba Frankfurt – Trotz des Produktionsstopps in weiten Teilen der Industrie infolge der Corona-Pandemie wird es zu keinem Inflationsschub kommen. Dies zeigt eine aktuelle Studie der IKB. Erst wenn die Fabriken länger als nur ein paar Wochen stillgelegt sind und die globalen Lieferketten erst mittelfristig wiederhergestellt würden, könnte eine schnelle Erholung der Nachfrage zu einem steigenden Preisdruck führen. Aktuell hat die deutlich stärkere Nachfrage nach einigen Gütern des täglichen Bedarfs allerdings noch keinen Einfluss auf die Verbraucherpreise, wie die vorläufigen Inflationsdaten des Statistischen Bundesamts (Destatis) für März zeigen. Im Gegensatz zum kräftigen Rückgang der Energiepreise, der die Jahresteuerungsrate von 1,7 % auf 1,4 % gedrückt hat.Dass sich die Fiskalpolitik wie schon in der Finanzkrise auf die Stützung der Angebotsseite fokussiert, hat sich laut IKB-Chefvolkswirt Klaus Bauknecht bereits in der Finanzkrise von 2009 bewährt. Damals konnte die Wirtschaft die Produktion relativ schnell wieder hochfahren und es kam zu Wirtschaftswachstum statt zu Inflation und Importschüben, so Bauknecht. Dies werde dank des kräftigen Einsatzes der Kurzarbeit auch diesmal wieder der Fall sein.Einer Stimulierung der aus- oder inländischen Nachfrage – etwa über das immer wieder ins Spiel gebrachte Helikoptergeld – erteilt Bauknecht in seiner Analyse eine Absage. Dies wäre nur dann sinnvoll, wenn sich die Produktion bzw. Angebotsseite bereits stabilisiert habe, es aber an effektiver und ausreichender Nachfrage fehle.