US-Arbeitsmarkt weiter im Aufwind
US-Arbeitsmarkt weiter im Aufwind
det Washington – Der US-Arbeitsmarkt befinden sich weiter im Aufwind. Zunehmender Lohndruck dürfte die Notenbank Federal Reserve weiter in ihrem Vorhaben bestärken, bei der März-Sitzung des Offenmarktausschusses die nächste Zinserhöhung zu beschließen. Laut Arbeitsministerium entstanden im Januar außerhalb des Agrarsektors 200 000 neue Stellen. Bankvolkswirte hatten mit plus 175 000 bis 180 000 gerechnet. Auch wurde die Zahl der neu geschaffenen Jobs für Dezember von 148 000 auf 160 000 nach oben revidiert. Die Arbeitslosenquote betrug wie auch in den vorangegangenen drei Monaten 4,1 %.Zu den meisten Neueinstellungen kam es in der Bauwirtschaft sowie dem Gaststättengewerbe, die zusammen 67 000 neue Mitarbeiter anheuerten. Positive Beiträge leisteten auch das Gesundheitswesen und das produzierende Gewerbe. Kaum verändert war hingegen die Zahl der Neueinstellungen im Groß- und Einzelhandel sowie der Transportwirtschaft und bei Fachdienstleistern.Ökonomen glauben aber, dass vor allem die Lohnentwicklung bei den Währungshütern Beachtung finden wird. Im Monatsvergleich kletterten die Stundenlöhne um 0,3 % und verglichen mit Januar 2017 um 2,9 %. Ein so starker Anstieg war zuletzt 2009 gemessen worden. Während der PCE Index der aus Sicht der Fed der wichtigste Inflationsindikator ist, werden die FOMC-Mitglieder den jüngsten Zahlen vom Arbeitsministerium deswegen Aufmerksamkeit schenken, weil der geringe Lohndruck lange Zeit als eine der Hauptursachen der niedrigen Inflation angesehen wurde.”Die zunehmenden Engpässe am Arbeitsmarkt bedeuten, dass Mitarbeiter immer teurer werden”, begründete Ian Sheperdson, Chefökonom bei Pantheon Macroeconomics, die Erwartung auch vieler anderer Ökonomen, warum eine Zinserhöhung im kommenden Monat immer wahrscheinlicher wird. Die Beteiligungsquote betrug den vierten Monat in Folge 62,7 %, und der Anteil der Langzeitarbeitslosen macht nur noch 21,5 % aus.Den Aufwärtstrend in der Industrie unterstreicht die Zunahme der neuen Auftragseingänge im Dezember. Laut Handelsministerium legten die Bestellungen wie auch im November um 1,7 % zu und übertrafen damit um 0,2 Prozentpunkte die Markterwartungen. Neuaufträge für langlebige Güter wiesen eine solide Steigerungsrate von 2,8 % auf.Ein positives Konjunktursignal geht auch von den US-Verbrauchern aus, die weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung optimistisch einschätzen. Der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan gab im Januar zwar um 0,2 auf 95,7 Zähler nach, liegt aber weiterhin auf einem im historischen Vergleich hohen Niveau. Kursgewinne an den Aktienmärkten sowie die im Dezember verabschiedete Steuerreform trugen entscheidend zu dem Optimismus bei. Wie aus der Befragung hervorgeht, rechnen die Verbraucher mit weiterem Stellenwachstum und höheren Einkommen, aber auch einem Anstieg der Inflationsrate.