Virus trifft auch US-Häusermarkt
Virus trifft auch US-Häusermarkt
det Washington – Die Coronavirus-Pandemie schwappt zunehmend auf den US-Häusermarkt über. Wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) meldete, sank die Zahl bestehender Eigenheime, die verkauft werden, im März saisonbereinigt und aufs Jahr hochgerechnet um 8,5 % auf 5,27 Millionen Einheiten. Im Vorjahresvergleich zogen die verkauften Einheiten um 0,8 % an. NAR-Chefökonom Lawrence Yun sagte, dass der Einbruch als Folge des Virus keineswegs überraschend gewesen sei. Zu erwarten sei ferner, “dass es während der nächsten Monate zu weiteren Störungen kommen wird”.Einen entscheidenden Grund hierfür sieht der Volkswirt in Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen als Folge der Pandemie. Diese hätten dazu geführt, dass Eigentümer zögern, ihre Immobilie auf den Markt zu werfen, und potenziellen Käufern dementsprechend weniger Auswahl zur Verfügung steht. Gleichwohl geht Yun davon aus, dass die Preise weiter steigen werden. Ungeachtet der schwachen Verkaufszahlen verteuerten sich private Immobilien nämlich gegenüber März 2019 um 8,0 %. Mehr als acht Jahre in Folge sind die Preise von Monat zu Monat gestiegen. Zuvor hatte das Handelsministerium für März einen Rückgang der Baubeginne um 22,3 % gemeldet.