WertberichtigtImmobilienmarkt

Betongeld in Ruheposition

In den wichtigsten Segmenten Wohnen und Büro ist der Immobilienmarkt im ersten Quartal eingebrochen. Die Branche spricht von einer Pause.

Betongeld in Ruheposition

Immobilien

Betongeld in Ruheposition

Wolf Brandes, Frankfurt
wbr

Die Immobilienbranche ist durchaus erfinderisch, was Bauten aber auch Wortbilder angeht. Zur verheerenden Bilanz des ersten Quartals kann man lesen, dass der Bürovermietungsmarkt sich zwischen taktischer Pause und hoher Nachfrage befinde. Das klingt nach Abwarten und Tee trinken, doch ganz so gelassen dürften die Immobilienmanager nicht sein. Denn nicht nur bei den Vermietungen läuft wenig, auch die Umsätze im Büro- und Wohnsegment sind eingebrochen. Zwar hinkt der Vergleich mit dem noch guten Vorjahresquartal, doch auch das Volumen im gewerblichen Investmentmarkt mit minus 60% unter dem Zehnjahresdurchschnitt ist drastisch zurückgegangen. Verkäufer müssten sich nun an neue Realitäten gewöhnen, heißt es. Damit das Geschäft wieder in Gang kommt, kann man hinzufügen. Noch scheinen die Besitzer nicht bereit, Inflation, Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit Tribut zu zollen und weniger Geld zu verlangen. Die Zahlen des ersten Quartals deuten jedenfalls an, dass es am Immobilienmarkt ein schweres Jahr wird. Man darf gespannt sein auf die weitere Entwicklung.