boersen-zeitung.de täglicher Versand
BöZ am Mittag


Stand: 21:48 Uhr



Sehr geehrte Damen und Herren,

exklusiv für Sie:






Finanzplatz-Serie: In Frankfurt bleiben die Beschftigungszahlen gegen den Trend seit Jahren stabil

fir - Krise? Welche Krise? In Frankfurt ist nichts von einer Banken-Malaise zu spüren. Und das ist keineswegs brexitbedingten Personaltransfers zu verdanken, zeigt sich die Beschäftigtenzahl doch schon seit Jahren stabil, und zwar lange vor der Entscheidung zum Ausstieg der Briten aus der Europäischen Union. "In Frankfurt ist von Bankenkrise keine Spur", sagt eine Sprecherin der Agentur für Arbeit Frankfurt. Weder in den Beschäftigten- noch in den Arbeitslosenzahlen schlage sich ein schon so oft zitierter Stellenabbau in der Finanzbranche nieder. Das gilt freilich nur für die Mainmetropole. Dort legte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei Banken und Finanzdienstleistern binnen eines Jahres um 1,3% auf 63.200 (Ende 2017) zu, hat die Bundesbank ermittelt. Bundesweit stellt sich die Situation gänzlich anders dar: Die Zahl der Mitarbeiter sank seit Ende 2016 auf 648.400 - ein Minus von 2%.

zur Übersicht



Geschft der BayernLB luft besser als erwartet

mic - BayernLB-Finanzvorstand Markus Wiegelmann zeigte sich zufrieden mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr. "Das Ergebnis vor Steuern liegt deutlich über unseren eigenen Erwartungen", sagte er der Börsen-Zeitung. Getrieben von der Auflösung der Kreditvorsorge und einem boomenden Geschäft der Direktbank-Tochter DKB stieg es um 6% auf 452  Mill. Euro. Auch das zweite Quartal sei sehr ordentlich gewesen, fügte er hinzu. Dies gelte sowohl für die operative Performance als auch für die Höhe der Risikovorsorge und die Sondereffekte. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 10% auf 215 Mill. Euro, obwohl mit 15 Mill. Euro in geringem Maß Kreditrisikovorsorge gebildet werden musste. Beteiligungsverkäufe und die Auflösung von Rückstellungen sorgten für einen Positivswing des sonstigen Ergebnisses. Zinsüberschuss und Provisionsüberschuss lägen addiert im ersten Halbjahr bei knapp über 1 Mrd. Euro, strich Wiegelmann heraus: "Wenn wir im Gesamtjahr die Marke von 2 Mrd. Euro überschreiten würden, wäre ich sehr zufrieden." Die Eigenkapitalrendite, die von 9,6% auf  10% stieg, sei durch die Auflösung der Risikovorsorge und die Sonderthemen überzeichnet. "Operativ liegen wir im Bereich von circa 6%", sagte Wiegelmann. Angesichts der Rahmenbedingungen und der Lage bei anderen Kreditinstituten sei dies eine sehr solide Ertragslage. Die harte Kernkapitalquote sank zwar um 0,9 Prozentpunkte, doch Wiegelmann erklärte, am Jahresende werde sie voraussichtlich wieder einen Tick über jenen 14,4% liegen, die die BayernLB zum 30. Juni erreicht habe.

zur Übersicht



Konzerne sttzen ihre Pensionskassen

ak - Warnungen hatte es schon zuvor gegeben, Anfang Mai schlug BaFin-Aufseher Frank Grund laut Alarm: Die Lage der bundesweit 137 Pensionskassen sei ernst, jede dritte werde mittlerweile intensiv beaufsichtigt. Damit sind die Einrichtungen, die für 4,8 Millionen aktuelle und künftige Betriebsrentner einen wichtigen Teil ihrer Altersvorsorge darstellen, noch stärker in der Bredouille als die ebenfalls vom Dauerzinstief gebeutelten Lebensversicherer. Mittlerweile schlägt sich die prekäre Lage der Pensionskassen auch in den Abschlüssen der dahinterstehenden Arbeitgeber nieder. Die BASF, die die viertgrößte deutsche Pensionskasse betreibt, hat diese im vergangenen Jahr mit einer Sonderdotierung von 317 Mill. Euro unterstützt, wie dem Konzernabschluss zu entnehmen ist. Auch Wacker Chemie und Siltronic haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zusätzliche Beiträge an ihre Pensionskasse geleistet. Für die Zukunft drohen Unternehmen, die Träger einer Pensionskasse sind, weitere Belastungen.

zur Übersicht



Mller-Mrsk bringt Bohrgeschft an die Brse

ste - Der dänische Transport- und Logistikkonzern A.P. Møller-Mærsk zieht sich vollständig aus dem Öl- und Gasgeschäft zurück. Nach dem Verkauf eines Großteils der Sparte an den französischen Energieriesen Total im vergangenen Jahr soll nun das noch verbliebene Bohrgeschäft abgespalten und im kommenden Jahr an die Börse in Kopenhagen gebracht werden, wie Mærsk am Freitag mitteilte. Nach eingehender Prüfung sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die Abspaltung von Mærsk Drilling die beste Option für die Aktionäre sei. Die Bohrinseln und -schiffe des Konzerns sind nicht ausgelastet, ein direkter Verkauf des Geschäfts kam bislang nicht zustande. Die Dänen hatten mit dem Verkauf des Öl- und Gasgeschäfts auch einen Anteil an Total erhalten. Ein Großteil der verbliebenen gut 78 Mill. Total-Aktien will Mærsk nach der Trennung vom Bohrgeschäft an die Aktionäre verteilen. Anleger zeigten sich am Freitag erfreut: Die Møller-Mærsk-Aktie stieg an der Börse von Kopenhagen bis zum Mittag um bis zu 5,4% auf 9100 dkr. Die Ankündigung ging einher mit der Veröffentlichung des Zwischenberichts zum ersten Halbjahr. Der Konzern berichtete über einen Umsatzanstieg im zweiten Quartal, zeigte sich jedoch unzufrieden mit der Profitabilität. In der Containerschifffahrt belasten den Weltmarktführer höhere operative Kosten. Vor zehn Tagen hatte Mærsk deshalb bereits die Prognose für den Jahresgewinn korrigiert.

zur Übersicht



Natixis fr Aktien eher neutral eingestellt

ck -  David Lafferty, Chief US Market Strategist von Natixis Investment Managers, glaubt, dass es noch zu früh ist, aus Risiko-Assets auszusteigen. "Risiko-Assets, neben Aktien etwa auch Unternehmens- und Hochzinsanleihen, letztlich alles was zyklisch ist, haben in den kommenden sechs bis zwölf Monaten noch etwas Aufwärtspotenzial", sagt Lafferty im Interview. Allerdings ist der Assetmanager im Vergleich zum Jahreswechsel für die Aussichten der Aktienmärkte nicht mehr ganz so zuversichtlich und Lafferty zufolge eher neutral eingestellt. Das begründet er mit einer größeren Entschlossenheit der Zentralbanken, die Geldpolitik zu normalisieren, sowie mit dem Handelskonflikt.

zur Übersicht



Lira nimmt Talfahrt nach US-Drohungen wieder auf

arp - Dem türkischen Finanzminister Berat Albayrak war es am Donnerstag in einer Telefonkonferenz nur kurzfristig gelungen, die Märkte zu beruhigen. Am Freitag setzte die Lira ihre Talfahrt fort und gab mehr als 6% nach. Am Donnerstag hatte Albayrak den mehreren tausend Investoren und Volkswirten versichert, dass Kapitalkontrollen nicht auf der Agenda stünden. Höchste Priorität habe die Senkung der Inflation von derzeit mehr als 15% und ein ausgewogenes und koordiniertes Vorgehen in der Geld- und Fiskalpolitik. Nach der Telefonkonferenz legte die Lira 5% zum Dollar zu, musste aber einen Teil der Gewinne wieder abgeben, als US-Finanzminister Steven Mnuchin der Türkei mit weiteren Sanktionen drohte, falls diese den evangelikalen US-Priester Andrew Brunson, der in der Türkei unter Hausarrest steht, nicht freilassen würden. In Tweets legte Trump in der Nacht zu Freitag nach. Das Land habe die USA viele Jahre ausgenutzt, nun hielten sie "unseren wunderbaren christlichen Pastor" als Geisel, erklärte er unter Anspielung auf Brunson. "Wir werden nichts zahlen für die Freilassung eines unschuldigen Mannes, aber wir fahren bei der Türkei zurück", schrieb er, ohne die Aussage weiter zu erläutern.

zur Übersicht



>> zur Artikel-Übersicht auf boersen-zeitung.de


 BöZ am Mittag bestellen  

Sie mchten BöZ am Mittag beziehen?

Dann informieren Sie sich hier ber die Details und bestellen ihn.





Anbieterkennzeichnung / Impressum
Herausgebergemeinschaft WERTPAPIER-MITTEILUNGEN Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG
Handelsregister: Amtsgericht Frankfurt am Main, HRA 15378

Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 112011332

Vertretungsberechtigt: Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH


Geschäftsführer: Torsten Ulrich, Dr. Jens Zinke

Chefredakteur: Claus Döring (Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 RStV)

Anschrift:

Postfach 11 09 32, 60044 Frankfurt a. M. oder
Düsseldorfer Straße 16, 60329 Frankfurt a. M.
Tel. (0 69) 27 32-0


 © boersen-zeitung.de 2018