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Das CFO-Interview: Continental erwartet 2019 Wachstum der weltweiten Autoproduktion

ste - Der weltweit zweitgrößte Automobilzulieferer Continental rechnet mit einer Fortsetzung der Schwäche im chinesischen Automarkt in den ersten beiden Quartalen 2019, geht aber zugleich von einem Wachstum der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um 1% im kommenden Jahr aus. Dabei dürften die Wachstumsimpulse in der zweiten Jahreshälfte stärker sein als in der ersten, sagte Finanzvorstand Wolfgang Schäfer im CFO-Interview der Börsen-Zeitung. Die  Risiken volatilerer Marktentwicklungen bestünden weiterhin, wie die Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China, aber auch zwischen den USA und Europa zeigten. Sollten höhere US-Importzölle auf Autos aus Deutschland und aus der EU  eingeführt, seien die Folgen nicht einfach vorherzusagen. Die Handelsstreitigkeiten könnten zu einer größeren Zurückhaltung bei Autokäufern führen, weil diese möglicherweise darauf hoffen, dass sich Regelungen kurzfristig wieder ändern oder dass staatliche Konjunkturprogramme zur Unterstützung der Autobranche aufgelegt werden, erklärte der Conti-Finanzchef. "Eine solche Kaufzurückhaltung würde uns sofort treffen, denn für die Zulieferindustrie ist vor allem die Zahl der produzierten Autos maßgeblich." Grundsätzlich gelte aber auch, dass sich die Continental-Produkte in einem in Europa gefertigten Auto nicht stark von den Produkten in einem in den USA gebauten Auto unterschieden. "Wenn also die Autos, die in Europa nicht gebaut und folglich auch nicht in die USA exportiert werden, stattdessen als amerikanische Fahrzeuge in den USA gekauft werden, dann sollten uns erhöhte Zölle nicht so stark betreffen", fügte Schäfer hinzu. Continental sei  in Europa und Nordamerika sehr gut aufgestellt. Die verschlechterten Bedingungen vor allem in China und in Europa hatten im August zur zweiten Gewinnwarnung des Dax-Unternehmens aus Hannover innerhalb von vier Monaten geführt. Diesen "Wendepunkt bei der Fahrzeugproduktion" in zwei Märkten, die zu den wichtigsten weltweit gehören, habe man nicht eher voraussehen können, unterstrich der Conti-CFO. Praktisch alle Autozulieferer und Autohersteller hätten ihre Umsatz- und Ergebniserwartungen spätestens im dritten Quartal zurücknehmen müssen. "Wir waren mit der Korrektur unserer Prognose einer der ersten, was mit erhöhter Aufmerksamkeit einherging." Eine weitere Gewinnwarnung in diesem Jahr wird es Schäfer zufolge nicht geben. Nach dem Kursrückgang der Continental-Aktie um mehr als 50% in diesem Jahr winkt den Aktionären des Zulieferers, zu denen die mit 46% beteiligte Schaeffler-Gruppe gehört,  für 2018 zudem eine stabile Dividende. "Wir sind ein Total Return Stock", so der Finanzvorstand. Continental sei bilanziell sehr gut aufgestellt.

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Fresenius schickt Aktie erneut auf Talfahrt

swa - Der Gesundheitskonzern Fresenius kassiert  die mittelfristigen Ertragsziele und rechnet erst ab 2020 wieder mit einem überproportionalen Gewinnwachstum. 2019 werde das Nettoergebnis stagnieren, weil der Konzern höhere Kosten für Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau des Geschäfts einkalkulieren muss. Die Prognosekorrektur basiert vor allem auf der Entwicklung der Krankenhaustochter Helios, die in Deutschland neue regulatorische Anforderungen erfüllen muss, sowie auf der Performance des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care (FMC), der im Oktober bereits mit einer Gewinnwarnung für 2018 die Anleger schockierte. Mit dem ertragsstarken Infusions- und Pharmageschäft der Tochter Kabi können diese Einflüsse angesichts der Normalisierung von Marktbedingungen nicht mehr überkompensiert werden. Mit der neuerlichen Korrektur gingen die Aktien beider Dax-Werte abermals auf Talfahrt. Die Fresenius-Titel verloren in den ersten Handelsstunden in Xetra mehr als 14% an Wert, die FMC-Aktie brach um gut 8% ein. Die Fresenius-Aktie hat innerhalb von drei Monaten mehr als ein Viertel an Wert eingebüßt.

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Bund erteilt Green Bonds Absage

kjo - Die Bundesrepublik Deutschland wird in absehbarer Zukunft keine grüne Bundesanleihe emittieren. Das ist das Ergebnis eines Gespräches der Börsen-Zeitung mit Tammo Diemer, Geschäftsführer der Deutschen Finanzagentur, die das Liquiditäts- und Schuldenmanagement für den Zentralstaat Bund regelt, und entsprechender Stellungnahmen des Bundesfinanzministeriums auf An-fragen dieser Zeitung. Im nächsten Jahr werden die Anleger keinen Eintritt des Bundes in den Club der Emittenten grüner Staatsanleihen erleben. "Im Rahmen unserer Emissionsstrategie für das Jahr 2019 stehen grüne Bundesanleihen nicht auf der Agenda. Wir beobachten und analysieren die Entwicklungen des Markts für Green Bonds aber sehr genau", hält Diemer im Gespräch mit der Börsen-Zeitung fest. Aber auch auf Sicht der kommenden drei Jahre ist Diemer vorsichtig.

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Private Banken fordern leichtere Kapitaltransfers

bn - Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) dringt nach der Einigung der EU-Finanzminister und des Europäischen Parlaments auf ein Risikoreduktionspaket im Bankensektor auf aufsichtsrechtliche Befreiungen bei grenzüberschreitenden Transfers von Kapital und Liquidität. Vor der Presse argumentierte der Lobbyverband der privaten Banken hierzulande dabei mit dem Ziel einer europaweiten Integration des Bankenmarktes. "Wenn die Bankenaufsicht heute kritisiert, dass wir keine grenzüberschreitenden Fusionen haben, dann hat dies eindeutig damit zu tun, dass wir  gar keinen Rahmen geschaffen haben, der es Banken erlauben würde, die Vorteile eines europäischen Bankenmarktes zu nutzen", erklärte BdB-Hauptgeschäftsführer Christian Ossig. Im Laufe der Verhandlungen über das Bankenpaket war das Thema der sogenannten Waiver seinen Angaben zufolge "unter den Tisch gefallen". Ossig: "Das gefällt uns gar nicht." Wie die privaten Banken darüber hinaus zu  den im Wochenverlauf auf EU-Ebene getroffenen Vereinbarungen stehen, darüber lesen Sie mehr in der morgigen Ausgabe der Börsen-Zeitung.

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Wachstum im Euroraum schwcht sich wie erwartet ab

BZ - Im Euroraum hat sich das Wirtschaftswachstum, belastet durch eine schwache Entwicklung im Außenhandel, wie erwartet abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im dritten Quartal noch um 0,2%  im Vergleich zum Vorquartal gewachsen, teilte das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg nach einer dritten Schätzung mit. Die bisherige Berechnung wurde damit bestätigt. Im Vorquartal war die Wirtschaft um 0,4% gewachsen. In der gesamten Europäischen Union (EU) lag das Wachstum mit 0,3% etwas höher als im Euroraum. "Die Konsumausgaben der privaten Haushalte hatten sowohl im Euroraum als auch in der EU einen positiven Einfluss auf das BIP-Wachstum", heißt es in der Mitteilung. Der Außenhandel belastete jedoch im Euroraum das Wachstum, weil die Exporte leicht zurückgingen, während die Importe zulegten. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal wuchs die Wirtschaft in der Eurozone im dritten Quartal um 1,6%. In dieser Abgrenzung war zuletzt noch ein Wachstum um 1,7% ermittelt worden. Ein besonders hohes Wachstum wurde in Malta mit 3,6% verzeichnet. Leichte Schrumpfungen im Euroraum gab es hingegen in Deutschland, Italien und Litauen.

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Neue Produkte schieben Zeiss Meditec an

hek - Der Medizintechnikkonzern Carl Zeiss Meditec profitiert von guten Geschäften in Amerika und Asien. Der Umsatz legte im Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. September endete, wechselkursbereinigt um 11% auf 1,28 Mrd. Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern erreichte 197 Mill. Euro, ein Plus von 9%. In beiden Segmenten Augenheilkunde und Mikrochirurgie habe man Marktanteile gewonnen, sagte Vorstandschef Ludwin Monz am Freitag. Auch im neuen Geschäftsjahr will die Zeiss-Tochtergesellschaft, die nach Weihnachten in den MDax aufsteigt, stärker wachsen als der Markt. Eine Reihe neuer Produkte habe die Expansion angeschoben, sagte Monz gegenüber der Börsen-Zeitung. Der Vorstandschef verwies auf neue Operationsmikroskope in der Mikrochirurgie, eine innovative Kamera, die hochauflösende Aufnahmen des gesamten Augenhintergrund ermögliche, und einen Laser für die Behandlung von Netzhauterkrankungen. Ein wichtiges Produkt sei ein bereits 2011 eingeführtes Verfahren für die minimalinvasive Korrektur der Fehlsichtigkeit, das nun ins Laufen komme und inzwischen bei mehr als 1,5 Millionen Augen angewendet worden sei.

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