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BöZ am Mittag 07.08.2020

07.08.2020
Stand: 07:31 Uhr



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Interview mit CEO Alexander Hptner: Brse Stuttgart und japanische SBI planen Handelssystem fr digitale Assets

spe - Die Liaison der Gruppe Börse Stuttgart mit der SBI Holdings in Tokio trägt erste Früchte. Nachdem die japanische Großbank bei der Börse Stuttgart Digital Exchange GmbH (BSDEX) per Juni 2020 mit 10% eingestiegen ist, planen die beiden Partner, in diesem Jahr ein gemeinsames Pilotprojekt in einem asiatischen Land zu starten. Damit wollen die Gesellschaften ihrem Ziel, ein globales Ökosystem für digitale Assets auf Basis der Blockchain-Technologie zu schaffen, ein Stück näherkommen. Wie der CEO der Börse Stuttgart, Alexander Höptner, im Interview der Börsen-Zeitung sagt, ist dazu ein weiteres Investment von SBI in die Börse Stuttgart Digital Ventures GmbH geplant, die für die digitalen Geschäftsfelder der Stuttgarter eine zentrale Rolle spielt. Als gemeinsame Kernidee mit dem japanischen Partner nennt Höptner den Aufbau einer einheitlichen technischen Basis für digitale Assets in Europa sowie in 13 asiatischen Ländern, in denen SBI aktiv ist. "Damit werden wir die Grundlagen dafür schaffen, dass Kunden in diesen 14 Regionen miteinander digitale Assets handeln können", sagt der Stuttgarter Börsenchef. Das Produktuniversum soll künftig Token, die Rechte und Güter digital abbilden und handelbar machen, aus allen beteiligten Ländern umfassen. Das Interview mit Alexander Höptner lesen Sie in der Samstagsausgabe der Börsen-Zeitung.

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Serie zur Zukunft der Finanzpltze: Frankfurt hofft auf das Euro-Clearing

bn - Ob sich die an den Brexit geknüpften Hoffnungen des Frankfurter Finanzplatzes erfüllen, hängt auch von der Zukunft des Euro-Clearings ab. Die Frage, ob in Euro denominierte Derivate auch nach Austritt Großbritanniens noch in London abgerechnet werden können, hat sich daher in den vergangenen Jahren zum Zankapfel entwickelt. Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, rechnet sich Eurex Clearing gute Chancen aus, dem volumenstärkeren Wettbewerber London Clearing House (LCH) im Lichte des Brexits Marktanteile abzujagen. Schon bald nach dem britischen Referendum für den EU-Austritt hat das Frankfurter Clearinghaus ein Partnerschaftsprogramm aufgelegt, das mit dem Erlass von Provisionen winkt und Banken dazu bringen soll, Geschäft von der Themse an den Main zu verlagern. Die Initiative lässt sich gut an: Seit Anfang 2019 hat Eurex Clearing die Zahl der angeschlossenen Institutionellen unter ihren Endkunden auf 360 fast verdreifacht, auch wenn die Mehrheit bislang damit nur die Weichen für den Wechsel gestellt hat. Mehr zum Wachstumsfeld Euro-Clearing lesen Sie in der Samstagsausgabe der Börsen-Zeitung im Beitrag von Bernd Neubacher zur Serie "Finanzplätze und ihre Zukunft".

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Der Aufsichtsrat als Navigator durch die Krise

swa - Professionalisierung von Aufsichtsräten ist seit Jahren ein Thema für Unternehmen und Investoren. Aktuell ist in den Gremien jedoch vor allem eine Kernkompetenz gefragt: Erfahrung in Krisenmanagement und Restrukturierung. Zumindest einige Aufsichtsratsmitglieder müssen als "sturmerprobte Navigatoren" zu "kritisch-konstruktiven Sparringspartnern" des Vorstands werden, hebt Alix Partners im jüngsten "Aufsichtsrats-Radar" hervor. Die Berater stellen den Firmen in der Zusammensetzung der Gremien ein passables Zeugnis aus: Mit durchschnittlich 55% verfügten in den wichtigsten deutschen und österreichischen Unternehmen 2019 mehr als die Hälfte der in wirtschaftlich instabilem Umfeld neu berufenen Aufsichtsräte über signifikante Restrukturierungserfahrung. Hier zeigt sich, dass die Kompetenzprofile der Gremien in den vergangenen Jahren angepasst wurden. "Aus Sicht von Vorständen ist es extrem wichtig, Aufsichtsräte an ihrer Seite zu haben, die bereits die eine oder andere Krise bewältigt haben", sagt Andreas Rüter, Deutschlandchef von Alix Partners. Die Berater gehen davon aus, dass Restrukturierungs-Know-how in den kommenden Jahren ein noch stärkeres Kriterium für die Nominierung von Aufsichtsräten sein wird.

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Industrieproduktion und Exporte im Aufwind

rec - Aus der deutschen Industrie und von Seiten der Exporteure kommen zunehmend ermutigende Signale für die konjunkturelle Erholung nach dem tiefen Einbruch infolge des mehrwöchigen Corona-Stillstands. Die Ausfuhren zogen im abgelaufenen Monat mit einem Plus von 14,9% zum Vormonat so stark an wie seit 30 Jahren nicht. Gleichzeitig teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit, dass die Unternehmen ohne Energie und Baubranche im Juni 11,1% mehr produzierten als im Mai. Im produzierenden Gewerbe insgesamt lag das Plus bei 8,9%. Auf dem Weg zurück zum Vorkrisenniveau ist dies aber erst ein Etappensieg, denn das ist laut Destatis für die Industrie noch rund 12% entfernt, auf Exportseite gar 16%. Rückenwind kommt für die deutsche Exportwirtschaft derweil von starken Vorgaben aus China. Dort sind die Exporte im Juli zum Vorjahresmonat um 7,2% geklettert, wie aus am Freitag veröffentlichten Zolldaten hervorging. Dies ist das dickste Plus seit Dezember. Auf der Importseite stand zwar ein unerwartetes Minus von 1,4% zum Vorjahr, doch Ökonomen rechnen damit, dass die Konjunkturspritzen von Regierung und Notenbank in Peking auch zunehmend die Binnennachfrage und somit auch den Import beleben. "Die Stabilisierung des chinesischen Außenhandels setzt wichtige Impulse für eine Erholung des Welthandels", sagte Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands BDI. "Davon profitieren auch deutsche Unternehmen."

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ZF und ElringKlinger mssen Verluste hinnehmen

jh - Die Reihe der Autozulieferer, die im zweiten Quartal 2020 einen Verlust erlitten haben, wird länger: Am Freitag meldeten ZF und ElringKlinger negative Ergebnisse. Zuvor hatten in dieser Woche schon Continental und Schaeffler Ertragszahlen mit einem Minus bekanntgegeben.\r\n\r\nZF nennt für das erste Halbjahr ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von -177 (i.V. 650) Mill. Euro. Bezogen auf den um 27% auf 13,5 Mrd. Euro gesunkenen Umsatz ergibt dies eine Marge von  -1,3%. Quartalszahlen veröffentlicht das nicht börsennotierte Unternehmen nicht. Finanzvorstand Konstantin Sauer sagte in einer Telefonkonferenz nur, in den ersten drei Monaten dieses Jahres sei das bereinigte Ebit positiv gewesen.\r\n\r\nElringKlinger gibt für das zweite Quartal ein Ebit von  -32 (10) Mill. Euro an. Der Umsatz brach um 42% auf 252 Mill. Euro ein. Die Ebit-Marge fiel auf -12,8 (2,3)%. Fürs gesamte Jahr 2020 rechnet das Unternehmen auf der Umsatzseite damit, etwas besser als die globale Autoproduktion abzuschneiden, für die ein Rückgang um 22% erwartet werde. Die Ebit-Marge werde "erkennbar unter dem Vorjahresniveau liegen". 2019 waren es 3,7%.\r\n\r\nZF strebt fürs ganze Jahr "ein noch positives bereinigtes" Ebit an sowie einen positiven bereinigten freien Cashflow. "Wir sind zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen", sagte der Vorstandsvorsitzende Wolf-Henning Schneider. Den Optimismus schöpft er auch aus einer vor kurzem mit der Arbeitnehmerseite getroffenen Vereinbarung. Mehr über diesen "Tarifvertrag Transformation" lesen Sie in der Samstagsausgabe der Börsen-Zeitung.

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Nordex erhlt Betriebsmittelkredit mit staatlicher Untersttzung

ste - Der Windturbinenbauer Nordex hat von einer Gruppe mehrerer europäischer Banken einen revolvierenden Konsortialkredit über 350 Mill. Euro erhalten, der zu 90% durch den Bund sowie die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg garantiert wird. "Mit der Kreditlinie sichern wir uns gegen die Auswirkungen auf unser operatives Geschäft und verbleibende Unsicherheiten durch die Covid-19-Pandemie ab", erklärte Nordex-Finanzvorstand Christoph Burkhard am Freitag. Im Mai hatte das in Hamburg ansässige SDax- und TecDax-Unternehmen angekündigt, staatliche Unterstützung im Rahmen des Corona-Bürgschaftsprogramms der Bundesregierung vorsorglich zu beantragen, um in Anbetracht der Coronakrise die Liquidität zu stärken. Im zweiten Quartal hatte Nordex einen Rückgang des Auftragseingangs auf Projekte mit einer Leistung von 888 Megawatt (MW) nach 2003 MW im gleichen Vorjahresabschnitt sowie 1644 MW in den ersten drei Monaten dieses Jahres verbucht. Die staatlichen Sicherheiten teilen sich der Bund einerseits und die beiden Bundesländer andererseits je zur Hälfte. Der Anteil der Länder bemisst sich an der Zahl der Beschäftigten, wie die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns bei der Genehmigung der Hilfen Ende Juli mitgeteilt hatte. Da auf das Küstenland, in dem sich in Rostock ein wichtiger Produktionsstandort befindet, mit rund 1.600 mehr Mitarbeiter entfallen als auf Hamburg, dem Sitz der Hauptverwaltung, entfällt auf Mecklenburg-Vorpommern mit rund 116 Mill. Euro ein höherer Anteil der Landesbürgschaften. Die Kreditlinie, die eine Laufzeit bis Ende April 2022 hat, wird von einem Konsortium bereitgestellt, an dem mit BBVA, BNP Paribas, Commerzbank, Crédit Agricole, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Intesa Sanpaolo, Unicredit, Nord/LB sowie Rabobank neun Kreditinstitute beteiligt sind.

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