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Coronavirus beschleunigt Produktionsverlagerungen der Modebranche

hek - Die Ausbreitung des Coronavirus in China beschleunigt die Verschiebungen unter den Zulieferern der Bekleidungsverkäufer. Laut einer Befragung der Management- und Strategieberatung Kurt Salmon suchen 85% der Marken und Einzelhändler nach alternativen Quellen. Insbesondere die großen Markenkonzerne hätten Produktion aus China verlagert, sagt Managing Director Peter Rinnebach. Hauptgewinner sei Bangladesch, das wahrscheinlich den größten Teil dieser Fertigung übernehmen werde. Auch die Türkei profitiere. Kurt Salmon, ein Teil von Accenture Strategy, rechnet damit, dass die Verlagerungen dauerhaft sind, also keine Rückverlegung nach Eindämmung des Coronavirus erfolgen wird. Damit dürften sich die Marktanteilseinbußen Chinas im Mode-Sourcing verstärken.

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Leoni steckt tief im Minus

jh - Der Nürnberger Autozulieferer Leoni weist nach vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 384 Mill. Euro aus. Im Jahr zuvor war das Ebit mit 144 Mill. Euro noch positiv. Ohne die Kosten für ein Restrukturierungsprogramm mit Stellenabbau und ohne Sondereffekte waren es nun minus 66 Mill. Euro. Nach Ansicht von Analysten fiel der berichtete Verlust höher als befürchtet aus. In der Bordnetzsparte belasteten Drohverlustrückstellungen im vierten Quartal das Ebit mit 80 Mill. Euro. Leoni begründete dies damit, dass sich die Rahmenbedingungen für ein Großprojekt verändert hätten. Für das Projekt hatte Leoni Ende 2016 geboten und 2017 den Zuschlag erhalten. Später habe der nicht genannte Kunde den geplanten Standort in ein anderes Land verlagert, heißt es. Der Konzernumsatz von Leoni sank 2019 auf 4,8 (i.V. 5,1) Mrd. Euro. Positiv entwickelte sich mit 84 Mill. Euro im vierten Quartal der freie Cash-flow. Fürs gesamte Jahr ergab sich somit ein Mittelabfluss von 308 Mill. Euro. Der Aktienkurs von Leoni sank am Dienstag bis zum Mittag um 7,5% auf 10,29 Euro. Mehr dazu lesen Sie in der morgigen Ausgabe der Börsen-Zeitung.

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New Work erhht Dividende um ein Fnftel

ste - Der ehemals unter dem Namen Xing firmierende Karrierenetzwerkbetreiber New Work steht nach 2019 erreichten zweistelligen Wachstumsraten bei Erlösen und Ergebnis zu seiner Mittelfristprognose. "Unsere Ampeln stehen auf Grün, und wir sind auf dem besten Weg, unsere Ziele wie angekündigt zu erreichen", sagte Vorstandschef Thomas Vollmoeller anlässlich der Vorlage vorläufiger Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr. Für Ende 2020 hatte New Work vor gut drei Jahren mehr als 300 Mill. Euro Umsatz sowie ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) von 100 Mill. Euro angekündigt. Für 2019 weist das Hamburger SDax-Unternehmen unter Berücksichtigung des Erwerbs von Honeypot, einer Jobplattform für IT-Fachleute, einen Umsatzanstieg um 16% auf 269,5 Mill. Euro sowie ein um 14% auf 85,6 Mill. Euro erhöhtes Ebitda aus. Das Konzernergebnis sei um 11%, bereinigt um Sondereffekte um 21% gestiegen. Das Unternehmen, an dem der Burda-Medienkonzern mehrheitlich beteiligt ist, will die Regeldividende um 21% auf 2,59 Euro je Aktie erhöhen. Die New-Work-Aktie legte am Dienstag bis zum Mittag um bis zu 1,9% zu.

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Wie sich Finanzvertriebe auf grne Anlageberatung vorbereiten

la - Für 2021 plant die EU die Integration der Nachhaltigkeit in die Anlageberatung. Finanzberater sind dann verpflichtet, Privatkunden nach ihren Nachhaltigkeitspräferenzen zu befragen. Emittenten müssen somit künftig Informationen zur Nachhaltigkeit ihrer Produkte bereitstellen und Vertriebe müssen ihre Beratungs- wie auch die Produktauswahlprozesse anpassen. Bislang spielen nachhaltige Anlagen bei Retailkunden nur eine sehr kleine Rolle. Laut dem Forum Nachhaltige Geldanlage (FNG) halten Privatkunden erst 7% der Investments in sogenannte ESG-Produkte, die sich nach Umwelt-, Sozial- oder Governance-Kriterien ausrichten, und in Impact-Investing-Produkte, die aktiv einen positiven Effekt auf Umwelt oder Gesellschaft ausüben. Institutionelle Anleger sind damit die Hauptinvestoren für nachhaltige Produkte. Das liege auch daran, dass die Finanzindustrie dieses Thema bisher nicht systematisch adressiert habe, meint Chris-Oliver Schickentanz, Chefanlagestratege im Assetmanagement der Commerzbank. "Natürlich sprechen wir mit den meisten Privatkunden schon heute zum Thema Nachhaltigkeit, aber nicht in dieser systematischen Form, die die Regulatorik künftig vorgeben wird." Mehr zu diesem Thema lesen Sie morgen in der Börsen-Zeitung.

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Chefwechsel bei Mastercard

Mastercard-Produktchef Michael Miebach wird zu Beginn des kommenden Jahres an die Konzernspitze aufrücken, wie der US-Kreditkartenriese am Dienstag mitteilte. Miebach habe bewiesen, dass er Produkte entwickeln und Geschäfte global führen könne, erklärte der aktuelle Konzernchef Ajay Banga. Banga wird Anfang Januar 2021 die Führung des Verwaltungsrates von Richard Haythornthwaite übernehmen. Mastercard hatte am Montag nach US-Börsenschluss wegen der Unsicherheiten über die Konsequenzen des Coronavirus-Ausbruchs eine Umsatzwarnung herausgegeben. Im laufenden Quartal dürfte dieser zufolge das Wachstum um rund zwei bis drei Prozentpunkte geringer ausfallen als Ende Januar prognostiziert, hieß es dabei. Trotz der Belastungen durch das Virus stellt der Rivale von Visa und American Express immer noch eine relative starke Zunahme der Erlöse um 9 bis 10% verglichen mit dem Vorjahreswert in Aussicht. Hinsichtlich des Geschäftsausblicks blieben jedoch einige Unsicherheiten, warnte das Unternehmen. Die Aktie fiel am Dienstag im vorbörslichen US-Handel um mehr als 2%.

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Natixis-Indikator zeigt grte Unsicherheit seit sieben Jahren

xaw - Laut dem Uncertainty Index der französischen Bank Natixis hat die ökonomische Unsicherheit in der Eurozone den höchsten Stand seit Anfang 2013 erreicht. Grund dafür seien neben der aktuellen Corona-Krise auch grundsätzlich unzuverlässige Statistiken zur wirtschaftlichen Entwicklung Chinas. "Die chinesische Konjunktur ist deutlich volatiler, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen", sagt Dirk Schumacher, Chefvolkswirt Europa bei Natixis, im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Trotz des ungewissen wirtschaftlichen Umfeldes sehen sowohl institutionelle als auch Privatinvestoren laut den Experten der französischen Bank im laufenden Jahr in Aktien mehr Potenzial als in Bonds. "Viele europäische Investoren haben die Kursrally des vergangenen Jahres komplett verschlafen. (…) Jetzt besteht das Bedürfnis, das Verpasste nachzuholen", sagt Sebastian Römer, Leiter Mittel- und Osteuropa bei Natixis Investment Managers. Der Vermögensverwalter hat 5.000 Portfolios und die Kaufempfehlungen von 21 großen Investmentbanken ausgewertet, um einen Überblick über die aktuelle Stimmung am Markt zu erhalten. Zudem befragte Natixis 800 institutionelle Investoren. Das komplette Gespräch lesen Sie in der morgigen Ausgabe der Börsen-Zeitung.

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