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Wohnen auerhalb der Stdte wird teurer

lee - Angesichts explodierender Immobilienpreise ziehen immer mehr Menschen ins Umland. Diesen Schluss legt die Analyse der Preise für Wohnimmobilien in Deutschland im Jahr 2018  nahe, den die Deutsche Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht für Februar veröffentlicht hat. "Während der nach wie vor besonders hohe Preisauftrieb bei Wohnimmobilien in den deutschen Städten etwas nachgab, zogen die Immobilien außerhalb der städtischen Gebiete im Vergleich zu den Vorjahren kräftig an", heißt es darin. Auch die Mietpreisentwicklung stütze den Befund einer regionalen Verbreiterung der Wohnungsnachfrage. Angesichts der "ausgezeichneten Auftragslage" im deutschen Baugewerbe werde sich der aktuelle Boom zu Jahresbeginn fortsetzen, schreiben die Ökonomen der Bundesbank. Die hohe Geräteauslastung und der beachtliche Fachkräftemangel machten eine Ausdehnung der Produktion zumindest auf kurze Sicht unwahrscheinlich. Mehr zur Analyse der Preisentwicklung für Wohnimmobilien lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Börsen-Zeitung.

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Verbot fr Leerverkufe treibt Aktienkurs von Wirecard an

jh - Die Aktien von Wirecard haben sich am Montag von dem schweren Wertverfall seit Ende Januar ein gutes Stück erholt. Der Kurs des im Dax notierten Zahlungsdienstleisters stieg bis zum Mittag um 12,9% auf 112,80 Euro. Grund war ein  Verbot der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Zusammenhang mit Leerverkäufen. Vorbehaltlich eines Widerrufs ist es bis zum 18. April Shortsellern  aus Deutschland und dem Ausland untersagt, Netto-Leerverkaufspositionen mit Wirecard-Aktien  zu erhöhen und neue aufzubauen. Die BaFin begründet den Schritt mit der Leerverkaufsverordnung der EU. Darin genannte "ungünstige Ereignisse oder Entwicklungen" seien eingetreten, "die eine ernstzunehmende Bedrohung für das Marktvertrauen in Deutschland darstellen". Die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA schloss sich der  BaFin an. Seit dem Kurssturz der Wirecard-Aktie  geht die BaFin dem Verdacht der Marktmanipulation nach, die Staatsanwaltschaft München ermittelt aus demselben Grund  gegen unbekannt. Nach Angaben der BaFin fallen Berichte der "Financial Times" zeitlich mit verstärkten Netto-Leerverkaufspositionen zusammen. Laut der englischen Wirtschaftszeitung haben Mitarbeiter einer Tochterfirma von Wirecard in Singapur die Buchführung manipuliert und somit höhere Umsätze vorgetäuscht.

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Vapiano schockt mit schwachem Geschft

per - Die Restaurantkette Vapiano hat ihre Anleger ein weiteres Mal mit einer unerwartet schwachen Geschäftsentwicklung geschockt. Die Aktien rutschten am Montagvormittag um mehr als 11% auf zuletzt 5,50 Euro ab. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) war das Unternehmen 2018 laut den vorläufigen Kennziffern unter den eigenen Zielen geblieben. Ein Händler sagte: "Wir haben es bei Vapiano mit einer Abfolge falscher Managemententscheidungen und nachlassender Produktqualität zu tun." Es würde nicht verwundern, wenn sich die Situation weiter verschärfte. Vapiano hatte die eigenen Prognosen für das Jahr 2018 bereits im September und dann nochmals im November gesenkt und zuletzt den Chef ausgetauscht. Das erst im Sommer 2017 an die Börse gegangene Unternehmen verwies  auf eine "nicht zufriedenstellende operative Entwicklung des vierten Quartals 2018 sowie die schwache Entwicklung einiger neu eröffneter Restaurants". Der Aktienkurs spiegelt die schwache Geschäftsentwicklung wider. Im Vergleich zum Ausgabepreis von 23 Euro haben die Papiere mehr als drei Viertel ihres Wertes verloren. Der Abwärtstrend für den Kurs hatte sich mit dem gesenkten Ausblick ab September 2018 drastisch beschleunigt.

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Tradeweb: Wir sind die Transparenzmaschine

dm - Nachdem sie im Januar die Zulassung der niederländischen Finanzaufsicht erhalten hat, verlagert die  Anleihe-Plattform Tradeweb ihr EU-Geschäft nach Amsterdam. "Wir wollen - unabhängig vom Ausgang des Brexit  - weltweit erreichbar sein", sagte Enrico Bruni, Leiter des europäischen und asiatischen Geschäfts von Tradeweb, im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Für Amsterdam habe den Ausschlag gegeben, dass sich dort ein Cluster von elektronischen Handelsplattformen und Handelsfirmen herausbildet - unter anderem hat dort auch die Brokerplattform CME ihr Repo-Geschäft angesiedelt. Bruni setzt auf eine weitere Elektronifizierung des europäischen Fixed-Income-Handels. "Es gibt hier viel Raum", sagt der Manager. Die europäische Finanzmarktrichtlinie Mifid II, die seit Anfang 2018 in Kraft ist, trage dazu bei. Handelsplattformen wie Tradeweb seien im Sinne der Regulatorik: "Wir sind die Transparenzmaschine." Lesen Sie das Gespräch mit Enrico Bruni in der Dienstagsausgabe der Börsen-Zeitung.

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Werkzeugmaschinenhersteller spren Abkhlung

ds - Die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller bekommen die konjunkturelle Abkühlung stark zu spüren und schwenken auf ein gemächlicheres Tempo ein. Im vierten Quartal 2018 sank der Auftragseingang der Branche, die stark von der Autoindustrie abhängt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13%. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um 28% zurück. Die Auslandsorders verloren 4%. Die Entwicklung in der stark exportorientierten deutschen Werkzeugmaschinenindustrie, die das Herzstück des Maschinenbaus ist, gilt als guter Indikator für die Investitionsbereitschaft der gesamten Industrie weltweit. Werkzeugmaschinenbauer liefern Maschinen zur Metallbearbeitung (Bohren, Drehen, Pressen, Fräsen). Im vergangenen Jahr erlöste die mittelständische Branche, zu der die börsennotierte DMG Mori sowie die nicht gelistete Trumpf gehören, mit rund 73.500 Beschäftigten rund 17 Mrd. Euro. "Der Rückgang der Bestellungen im vierten Quartal ist vor allem dem Basiseffekt geschuldet", relativierte Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) in Frankfurt am Main, das Ergebnis. "Der Vergleichszeitraum im Vorjahr zeigte einen außergewöhnlich starken Zuwachs, insbesondere im Inland. Dass er nochmals getoppt würde, war wirklich nicht zu erwarten", erklärt er weiter. Gleichwohl ist nicht zu leugnen, dass sich nun auch in der spätzyklischen Industrie inzwischen der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der voraussichtlich chaotische Brexit niederschlagen.

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Deutsche Quartalsberichtssaison enttuscht

ck - Die Quartalsberichtssaison der deutschen Unternehmen verläuft sehr enttäuschend. Nachdem es in den sieben Quartalen zuvor stets mehr positive als negative Ergebnisüberraschungen gegeben hat,  hat es in der Berichterstattung zum  vierten Quartal bislang kaum positive Überraschungen und einen deutlichen Anstieg von Ergebnissen gegeben, die die Erwartungen des Marktes verfehlten. Hinzu kommen zahlreiche Gewinnwarnungen bzw. skeptisch gehaltene Ausblicke auf das Jahr 2019.

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