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BöZ am Mittag 31.03.2020

31.03.2020
Stand: 21:21 Uhr



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Berlin Hyp baut Neugeschft krftig aus Gesprch mit Vorstandschef Sascha Klaus

ski - "2019 war für die Berlin Hyp ein gutes Geschäftsjahr. Unsere Erwartungen wurden übertroffen, sowohl was das Neugeschäft als auch was das Ergebnis angeht", sagte der Vorstandsvorsitzende Sascha Klaus im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Im Niedrigzinsumfeld konnte der zur Sparkassengruppe gehörende gewerbliche Immobilienfinanzierer das Neugeschäft um nahezu 20% auf 7,3 Mrd. Euro inklusive 1 (i.V. 1,2) Mrd. Euro an langfristigen Prolongationen ausweiten. Der Druck auf die Margen mache sich nach jahrelangem Rückgang zunehmend im Bestand  bemerkbar, im Neugeschäft sieht Klaus diesbezüglich aber allmählich die Talsohle  erreicht. Rund 70% der von der Berlin Hyp finanzierten Objekte befinden sich im Inland. Klaus: "Unserer risikoorientierten geografischen Strategie und auch ganz allgemein unserer konservativen Risikopolitik sind wir treu geblieben." Ausgebaut hat das über die Landesbank Berlin Holding von den Sparkassen getragene Institut die Geschäftsbeziehungen innerhalb der Familie mit dem roten "S". Dem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr zufolge bestehen aktive Verbindungen zu 151 der 378 Sparkassen, das sind 17 mehr als im Vorjahr. Die Bank sieht damit ihre Rolle als Verbundpartner in der öffentlich-rechtlichen Finanzgruppe gefestigt. Über das Gespräch mit dem Berlin-Hyp-Chef, in dem es auch um Nachhaltigkeit, Digitalisierung und natürlich die Coronakrise und deren Auswirkungen auf den Immobilienmarkt geht, berichtet die Börsen-Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe.

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China-Daten bringen Hoffnungsschimmer

nh - In China werden neue Hoffnungen wach, dass die Wirtschaft rascher als erwartet aus der Coronakrise herausfindet. Die am Dienstag verbreiteten Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienste im März sind nach Rekordtiefständen im Februar nun wesentlich kräftiger angestiegen als erwartet. Der Purchasing Manager Index (PMI) für das verarbeitende Gewerbe schoss von 35,7 auf 52,0 Punkte in die Höhe, womit der Marktkonsens bei 44,8 Punkten deutlich übertroffen wurde. Ähnlich rasant verlief die Entwicklung beim PMI für Dienste, der von 29,6 auf 52,3 Zähler hochschnellte, hier waren nur 42 Punkte erwartet. Dem stärksten Einbruch folgte damit bei beiden Indizes der stärkste jemals verzeichnete Anstieg. An den asiatischen Märkten sind die Reaktionen auf die chinesischen Daten zwar insgesamt positiv ausgefallen, der Blue-Chip-Index CSI 300 für die wichtigsten in Schanghai und Shenzhen gehandelten Werte kam aber nur verhalten um 0,4% voran. Das neue Stimmungsbarometer aus China lässt zwar hoffen, dass die chinesische Wirtschaft nach zuletzt große Erfolgen bei der Eindämmung der Corona-Epidemie eine sogenannte V-förmige und damit rasche Konjunkturerholung hinlegen kann. Allerdings geben die auf einen Vormonatsvergleich angelegten PMI-Daten kaum Aufschluss über die Entwicklung der Produktion im Vorjahresvergleich. Außerdem ist der offizielle Einkaufsmanagerindex stark auf große und meist staatliche Unternehmen ausgelegt. Ein paralleles Stimmungsbarometer, das die Entwicklung der Privatwirtschaft und bei kleinen und mittleren Unternehmen abbildet, wird erst am Mittwoch veröffentlicht. Weiterhin Sorge macht die Entwicklung der Exportaufträge. Hier dürfte die chinesische Wirtschaft auch weiterhin von einem starken Nachfragerückgang seitens der vom Coronavirus ebenfalls stark erfassten westlichen Industrieländer abgebremst werden.

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Strategen erwarten mittelfristig Erholung der Aktienmrkte

ck - Derzeit fragen sich die Anleger, ob der Aktienmarkt bereits sein Tief gesehen hat oder ob ihm noch weiteres Ungemach bevorsteht. In einer Diskussion waren sich am Dienstag Kapitalmarktexperten darin einig, dass mit einer deutlichen Erholung gerechnet werden kann, kurzfristig aber Rückschläge wahrscheinlich sind. So verwies Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International, aufgrund der Einmaligkeit der aktuellen Ereignisse darauf, dass ein Vergleich mit anderen Krisen wie etwa der Finanzkrise schwierig sei. Am ehesten könne man sich an der Spanischen Grippe der Jahre 1918 bis 1920 orientieren. Sie habe eine Rezession von sieben Monaten Dauer zur Folge gehabt, was eine ungefähre Indikation geben könne. Was heute besser sei, sei die Tatsache, dass Maßnahmen zur Bekämpfung sehr früh eingeleitet worden seien.

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HUK-Coburg erwartet weniger Neugeschft

mic - Die HUK-Coburg rechnet im laufenden Jahr mit einem Rückgang des Neugeschäfts infolge der Coronavirus-Pandemie, prognostiziert aber keine relevanten Umsatzeinbußen. "Wir erwarten, was unsere Versicherungsbestände angeht, eher geringe Auswirkungen", sagte Vorstandsvorsitzender Klaus-Jürgen Heitmann auf der telefonisch abgehaltenen Bilanzpressekonferenz. Damit werde die Umsatzbasis stabil bleiben. Die HUK-Coburg sei insofern im Vergleich zur produzierenden Industrie in einer besseren Situation. Dies gelt auch im Vergleich zu Versicherern, die viel gewerbliches Geschäft gezeichnet hätten. Eine Prognose 2020 nannte Heitmann mit Verweis auf die Pandemie nicht. Die Kundendienste sämtlicher Außenstellen seien geschlossen, mehr als 90% der Beschäftigten arbeiteten im Homeoffice. Allerdings erwartet der Vorstandsvorsitzende in der Autoversicherung einen spürbaren Rückgang des Neugeschäfts. Zugleich würden die Schäden sinken. Im vergangenen Jahr versicherte die HUK-Coburg so viele Fahrzeuge neu wie nie zuvor. Der Überschuss stieg auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise.

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Modekonzern Tom Tailor greift nach Staatshilfen

ste - Wie andere Modehändler auch, musste Tom Tailor im Zuge der Coronakrise Filialen schließen, nun sieht sich der seit Jahren schwächelnde Hamburger Modekonzern gezwungen, neben betrieblichen Kostenmaßnahmen und Kurzarbeit auch staatliche Finanzierungshilfen sowie die Stundung von Steuerzahlungen zu beantragen. "Durch die Corona-Pandemie haben sich die Marktbedingungen in den letzten Wochen in allen unseren Märkten dramatisch verschlechtert", erklärte Finanzvorstand Christian Werner anlässlich der Vorlage vorläufiger Zahlen zum Geschäftsjahr 2019. Um den wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen zu minimieren, konzentriere man sich nun auf die Umsetzung von Gegenmaßnahmen. Eine Prognose für 2020 gab der Modekonzern, der nach Vereinbarung eines neuen, 375 Mill. Euro umfassenden Konsortialkreditvertrags im vergangenen Herbst noch eine positive Geschäftsentwicklung sowie verbesserte Ergebnisse in Aussicht gestellt hatte, nicht ab. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf Tom Tailor im Gesamtjahr seien nicht quantifizierbar. Im vergangenen Turnus verbuchte das Unternehmen, das heute ursprünglich seinen Geschäftsjahresbericht vorliegen wollte, einen auf 52 Mill. von 180 Mill. Euro verringerten Verlust. An der Börse schlug der Konzern, der zu knapp 77% dem chinesischen  Mehrheitsaktionär Fosun gehört, Anleger in die Flucht: Die Tom-Tailor-Aktie gab bis Dienstagmittag um 13,2% auf 0,88 Euro nach.

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Varta bleibt in Coronakrise zuversichtlich

per - Der Batteriehersteller Varta  gibt sich mitten in der Coronakrise optimistisch für das laufende Jahr. Wegen des sich weltweit ausbreitenden Coronavirus seien zwar negative Einflüsse nicht auszuschließen, doch aktuell gebe es dafür keine Hinweise, teilte das Unternehmen am Dienstag in Ellwangen mit. Daher gehe man beim Ausblick für 2020 von keinen Beeinträchtigungen aus. So optimistisch ist Warburg-Research-Analyst Robert-Jan van der Horst nicht. Die Krise könne sich durchaus noch auf die Geschäfte des Batterieherstellers auswirken. So seien die Märkte Europa und USA zumindest teilweise stillgelegt. Der Konsum nicht lebensnotwendiger Güter gehe zurück. Das dürfte sich vor allem in der Nachfrage nach hochwertigen kabellosen Kopfhörern, also einem für Varta sehr wichtigen Markt, niederschlagen. An der Börse kam die Mitteilung von Varta nur kurz gut an. Die Stimmung drehte rasch - zum einen, weil selbst das obere Ende der Umsatzprognose unter dem Durchschnitt der von Bloomberg bisher gesammelten Schätzungen liegt, und zum anderen, weil sich Analysten doch eher zurückhaltend mit Blick auf die Auswirkungen der Coronakrise auf Varta geäußert haben. Nach einem Plus von bis zu knapp 9% auf 75,60 Euro im frühen Handel stand das Papier am frühen Nachmittag mit einem Minus von 4% bei 66,60 Euro am Ende des MDax. Die Aktie hatte allerdings am Montag kräftig zugelegt. Zudem sind die Varta-Anteile im Corona-Crash mit einem Minus von knapp 20% noch relativ glimpflich davongekommen. Die Aktie gehört außerdem trotz der jüngsten Verluste zu den Gewinnern an der Börse. In den vergangenen zwölf Monaten legten die Papiere rund 75% zu. Seit dem Gang an die Börse im Herbst 2017 hat sich der Kurs fast vervierfacht. Das Unternehmen, das zu 58% dem Schweizer Unternehmen Montana Tech Components gehört, kam zuletzt auf eine Marktkapitalisierung von 2,7 Mrd. Euro.

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