boersen-zeitung.de täglicher Versand
BöZ am Mittag


Stand: 04:16 Uhr



Sehr geehrte Damen und Herren,

exklusiv für Sie:






Stable Coins rufen Stabilittswchter auf den Plan

lee - Der Financial Stability Board (FSB) befasst  sich mit der Regulierung so genannter Stable Coins. Das sind derivateähnliche Vereinbarungen, mit deren Hilfe sich Krypto-Assets wie der Bitcoin an weniger schwankungsanfällige Währungen koppeln lassen sollen. Anlässlich des G20-Treffens in Washington legten die Stabilitätswächter hierzu ein Papier vor. Offenbar befürchtet man beim FSB, dass aus einer globalen  Reichweite von Krypto-Derivaten höhere Risiken für die Finanzstabilität ausgehen könnten als bislang angenommen. Vor diesem Hintergrund hat das Gremium eine Bestandsaufnahme der existierenden regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Ansätze in diesem Feld angekündigt. Diese sollten verglichen und auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, teilte der FSB am Freitag mit. Bis April kommenden Jahres sollen auf dieser Grundlage Empfehlungen an die Finanzminister und Notenbankgouverneure der G20-Staaten erarbeitetet werden, die bis Juli 2020 in einem finalen Bericht münden sollen. Mehr dazu lesen Sie in der Samstagsausgabe der Börsen-Zeitung.

zur Übersicht



Weidmann und Scholz sehen Chancen fr die Konjunktur

wf - Eine Einigung über einen weichen Austritt Großbritanniens aus der EU könnte die internationalen Wachstumsaussichten aufhellen. Vor allem politisch verursachte Unsicherheit wie der Welthandelsstreit und geopolitische Risiken dämpften derzeit die Konjunktur, machten Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundesbankpräsident Jens Weidmann in Washington anlässlich der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank vor der Presse deutlich. "Der Konsens ist ein großer Fortschritt", sagte Scholz mit Blick auf die Einigung im Brexit. Er hoffe sehr auf Zustimmung des Unterhauses. Weidmann zufolge sind die Auswirkungen des verschärften Handelskonflikts und der geopolitischen Unsicherheit schon konkret spürbar. Die bereits wirksamen und angekündigten Sonderzölle zwischen den USA und China könnten das Wachstum der beiden größten Volkswirtschaften der Welt mittelfristig um jeweils 0,75% drücken. Der Welthandel büßt dadurch 1,5% ein. Bei Verständigungen wie im Brexit könnte die Konjunktur - auch in Deutschland - sich besser entwickeln als jetzt gedacht, sagte Weidmann. Mehr dazu lesen Sie in der morgigen Ausgabe der Börsen-Zeitung.

zur Übersicht



Londons Brse schneidet unerwartet gut ab

hip - Die London Stock Exchange Group hat sich im abgelaufenen Quartal  unerwartet gut geschlagen - trotz der Ablenkung durch das unerwünschte Übernahmeangebot aus Hongkong und der "anhaltend schwierigen Marktbedingungen". Wie der Betreiber der Börsen von London und Mailand mitteilt, stieg der Gesamterlös um 12% auf 587 Mill. Pfund. Analysten hatten im Schnitt lediglich 565 Mill. Pfund auf der Rechnung. Die Einnahmen aus dem Clearing-Geschäft erhöhten sich um knapp ein Fünftel. Finanzchef David Warren kündigte seinen Abschied zum Ende des kommenden Jahres an. Es sei keine leichte Entscheidung gewesen, sagte er in einer Telefonkonferenz nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen. "David, ich habe gern mit Ihnen zusammengearbeitet und war gerne Teil Ihres Führungsteams", wandte er sich an Chief Executive David Schwimmer, der ihm für seinen "herausragenden Beitrag zum Erfolg der Gruppe" dankte. Um die angestrebte Übernahme des Datenanbieters Refinitiv soll sich ab November David Shalders als Chief Integration Officer kümmern. Zuletzt war er an der Fusion von Willis und Towers Watsons beteiligt. Shalders soll das neu eingerichtete Integration Management Office führen, dem Manager der LSEG und von Refinitiv angehören. "Wir sind auf Kurs, die Transaktion im zweiten Halbjahr 2020 abzuschließen", sagte Schwimmer. In Kürze werde es einen Aktionärsrundbrief dazu geben.

zur Übersicht



Umweltbank will grne Hausbank werden

mic - Die Umweltbank will ihre Kundenzahl bis zum Jahr 2026 auf 250.000 mehr als verdoppeln. "Wir wollen uns öffnen und in Richtung einer echten Hausbank entwickeln", sagte Vorstandssprecher Jürgen Koppmann im Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Das Institut, deren Kunden im Schnitt 49 Jahre alt sind, zielt dabei auf den Nachwuchs, der gegenwärtig gegen die Klimapolitik auf die Straße geht: "Eigentlich wären dies wunderbare Kunden für uns, aber sie kennen uns nicht." Daher müsse die Umweltbank, die sich bisher als Zweitbank für ökologisch bewusste Berufstätige positioniert hat, ein bisschen jünger und moderner werden: "Unsere Vision ist eine grüne Hausbank." Das Wachstumsziel begründete der Vorstandssprecher damit, dass aufgrund der Regulierungsdichte hohe Fixkosten zu tragen seien. Dies gelinge besser mit einem höheren Geschäftsvolumen, das allerdings leicht unterproportional zum Kundenwachstum zulegen werde. Außerdem wolle die Umweltbank mit ihren grünen Produkten mehr Menschen erreichen, um die Wirkung für die Umwelt zu erhöhen.

zur Übersicht



Chinas Wachstum auf historischem Tiefststand

knb - Das chinesische Wirtschaftswachstum ist im dritten Quartal 2019 weiterhin zurückgegangen. 6,0% konnte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch zulegen. Dies ist der niedrigste gemessene Wert seit beinahe 30 Jahren. Eigentlich hatten Experten mit einer Wachstumsrate von 6,1% gerechnet. Betrachtet man das gesamte bisherige Jahr 2019 ergibt sich ein Wert von 6,2%. Damit würde die Gesamtjahres-Zielvorgabe der Regierung von "6,0 bis 6,5%" zwar erfüllt; gleichwohl hat sich das Wachstum von Quartal zu Quartal abgeschwächt. Probleme machen Deutschlands größtem Handelspartner unter anderem die schwächelnde Binnennachfrage, verunsicherte Investoren und der Handelskonflikt mit den USA, der trotz der jüngsten Verhandlungsfortschritte noch lange nicht ausgestanden ist. Laut Experten ergreife Peking bislang keine großen Konjunkturmaßnahmen, weil sich die Regierung seit 2017 bemühe, Kreditwachstum und Überschuldung zu reduzieren.

zur Übersicht



Fidelity rechnet mit langfristig niedrigerem Wachstum

ck - Christian von Engelbrechten sieht im Handelskonflikt das derzeit größte Risiko für die Aktienmärkte. Allerdings rechnet er mit einer positiven Lösung. "Ich bin zuversichtlich, dass der Konflikt positiv ausgehen kann", so der Fondsmanager von Fidelity, im Interview. Letzten Endes hätten beide Seiten ein Interesse an einer positiven Lösung. Längerfristig sieht von Engelbrechten jedoch andere Probleme auf die Aktienmärkte zukommen. "Ich bin zwar kurzfristig optimistisch. Langfristig müssen wir uns aber auf ein langsameres Wachstum einstellen". Die Verschuldung sei weltweit stark gestiegen und nun sogar höher als vor der Lehman-Krise, so der Fondsmanager, der auch auf die Alterung der Weltbevölkerung verweist.

zur Übersicht



>> zur Artikel-Übersicht auf boersen-zeitung.de


 BöZ am Mittag bestellen  

Sie mchten BöZ am Mittag beziehen?

Dann informieren Sie sich hier ber die Details und bestellen ihn.





Anbieterkennzeichnung / Impressum
Herausgebergemeinschaft WERTPAPIER-MITTEILUNGEN Keppler, Lehmann GmbH & Co. KG
Handelsregister: Amtsgericht Frankfurt am Main, HRA 15378

Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 112011332

Vertretungsberechtigt: Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH


Geschäftsführer: Axel Harms, Torsten Ulrich, Dr. Jens Zinke

Chefredakteur: Claus Döring (Verantwortlicher im Sinne des § 55 Abs. 2 RStV)

Anschrift:

Postfach 11 09 32, 60044 Frankfurt a. M. oder
Düsseldorfer Straße 16, 60329 Frankfurt a. M.
Tel. (0 69) 27 32-0


 © boersen-zeitung.de 2019