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Kehrtwende beim Verkauf von Real

ab - Sieben Monate nach Abschluss einer Exklusivvereinbarung von Metro mit Redos zum Verkauf der SB-Warenhauskette Real folgt die Kehrtwende: Der Düsseldorfer Händler beendet die Gespräche mit Redos und tritt stattdessen in Exklusivverhandlungen mit dem im Mai unterlegenen Bieterkonsortium X+Bricks ein. Dazu gibt es eine Absichtserklärung, die im Kern vorsieht, dass X+Bricks Real als Ganzes übernimmt, ohne Rückbeteiligung der Metro. Bis Ende Januar soll der Deal nun in trockenen Tüchern sein, teilt Metro mit. Basis für die Absichtserklärung war das nachgebesserte Angebot von X+Bricks, die mit der SCP Group als Finanzierer agiert. Hinter der Londoner Investmentgesellschaft SCP steckt als Ankeraktionär die Familie des Russen Wladimir Jewtuschenkow. Die geplante Abgabe von Standorten durch das Konsortium an andere Händler erfolge nachgelagert und unabhängig vom Real-Verkauf an Redos. Sollte der Deal bis Ende Januar abschlossen werden, rechnet Metro mit einem Netto-Mittelzufluss von 0,5 Mrd. Euro. Mehr zu diesem Thema lesen Sie morgen in der Börsen-Zeitung.

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Teamviewer und Varta steigen in den MDax auf

ku - Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung der Indizes der Dax-Familie werden Teamviewer und Varta in den MDax aufsteigen. Veränderungen im Dax gibt es diesmal keine. Dies gab die Deutsche Börse am Mittwochabend bekannt. Aus dem Mid-Cap-Index der Deutschen Börse müssen 1+1 Drillisch und Fielmann weichen, sie ziehen in den SDax ein. In den Kleinwerteindex wird zudem die Comdirect Bank aufgenommen. Steinhoff International und Baywa müssen den SDax verlassen. Teamviewer und Varta kommen ebenfalls in den TecDax. Sie ersetzen dort Drägerwerk und Isra Vision.

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Industrie sammelt berraschend weniger Neuauftrge ein

ba - Die deutsche Industrie kommt auch zu Beginn des vierten Quartals nicht aus der Schwächephase heraus. Im Oktober hat das verarbeitende Gewerbe überraschend weniger Neuaufträge eingesammelt als im Vormonat. Insbesondere die kräftig gesunkene Inlandsnachfrage  hat für den Dämpfer gesorgt. Vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) zufolge sind die Neubestellungen im Oktober im Vergleich zum Vormonat kalender- und saisonbereinigt um 0,4% zurückgegangen. Ökonomen hatten nach dem kräftigen Orderwachstum im Vormonat von revidiert 1,5 (zuvor: 1,3)% mit einem weiteren Plus von 0,4% gerechnet. Für die am Freitag anstehenden Daten zur Industrieproduktion sehen Ökonomen daher ein Enttäuschungspotenzial - bislang lag die Erwartung bei +0,2% für Oktober, nachdem die Industrie den Ausstoß im September um 0,6% reduziert hatten.

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Allianz dreht an Garantie fr Lebensversicherung

mic - Die Allianz will ihre Garantien für deutsche Lebensversicherungen senken. "Es stellt sich die Frage, wie viel Garantie ein Lebensversicherer eigentlich noch geben kann", sagte Allianz-Vorstand Axel Theis im Interview mit der Börsen-Zeitung. Denn es sei  ja auch eine Form der Garantie, wenn man in Zeiten negativer Zinsen sein Geld am Ende der Laufzeit zurückerhalte. "Wir werden also die Produkte anpassen und den Vertrieb umstellen", sagte Theis. Die Kunden müssten lernen, dass Lebensversicherungen wichtig für die Altersvorsorge seien, auch wenn man nicht die Garantie habe, dass man alles zurückbekomme, was man eingezahlt habe. Theis machte keine Angaben darüber, ob die  Änderung - vor denen die ganze Branche stehe - schon im nächsten Jahr komme. "Wir werden ein Produkt anbieten, bei dem wir weniger als die einbezahlten Beiträge garantieren, aber eine höhere Renditechance anbieten", sagte er.

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Blackstone verkauft Armacell an PAI Partners

ak - Der Dämmstoffhersteller Armacell wandert zum fünften Private-Equity-Investor. Blackstone verkauft die Mehrheit an dem Mittelständler aus Münster, dessen Holding in Luxemburg sitzt, an PAI Partners. Die Lego-Familienholding Kirkbi, die bislang 17% hielt, stockt ihren Anteil auf. Armacell hat flexible Dämmstoffe für Anlagenisolierungen entwickelt und stellt technische Schäume her. Das Unternehmen verbuchte 2018 einen Umsatz von 610 Mill. Euro, ein bereinigtes Ebitda von 106 Mill. Euro und ist recht aktiv im M&A-Geschäft. Zwischen 2015 und 2018 kamen acht Unternehmen zum Konzernkreis hinzu.  Armacell beschäftigt rund 3.100 Mitarbeiter und ist mit 24 Werken in 16 Ländern vertreten. Seit dem Einstieg von Blackstone ist aber auch die Verschuldung in die Höhe geschossen. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen Ende vergangenen Jahres 623 Mill. Euro. Der bereinigte freie Cash-flow lag bei 49 Mill. Euro. Blackstone und Kirkbi hatten vor knapp vier Jahren 960 Mill. Euro für Armacell bezahlt.

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Halbleitermarkt knnte sich 2020 etwas erholen

jh - Nach einem schwachen Jahr 2019 erwartet der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), dass sich der Weltmarkt für Halbleiter 2020   erholt. Vorhergesagt wird ein Anstieg des Umsatzes um 4% auf 429 Mrd. Dollar. Für dieses Jahr zeichnet sich ein erheblicher Rückgang von 12% ab. Die besseren Aussichten für 2020 begründet Stephan zur Verth, der Vorsitzende der ZVEI-Fachgruppe Halbleiter-Bauelemente, mit dem Anlauf der 5G-Mobilfunktechnik und dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Zudem wies er darauf hin, dass der Anteil von Chips in Autos und Geräten weiter wachse. "Der Halbleitermarkt steigt unabhängig von den Gerätemärkten", sagte zur Verth in einem Pressegespräch in München. Vor einigen Jahren seien in einem Auto im Durchschnitt Halbleiter im Wert von 100 Dollar verbaut gewesen. Mittlerweile seien es 350 Dollar. 2025 sollen es nach Prognosen 1.000 Dollar sein - auch wegen Elektroantrieben und des autonomen Fahrens. Grund für den starken Rückgang des gesamten Halbleitermarktes in diesem Jahr sind die  Speicherchips, für die ein Schrumpfen um fast 29% erwartet wird. Mit einem Anteil von 27% sind sie zudem das größte Marktsegment. Zuwächse erwartet die Branche in diesem Jahr für Sensoren und Optoelektronik.

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