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Das CFO-Interview: Vossloh steht kurz vor Verkauf des Lokomotivgeschfts

ab - Lange hat Vossloh den Investoren den Verkauf des defizitären Lokomotivgeschäfts schon in Aussicht gestellt, nun soll die Transaktion kurz bevorstehen. "Inzwischen sind wir weit fortgeschritten und rechnen kurzfristig mit der Unterzeichnung der Verträge", sagt Finanzchef Oliver Schuster im CFO-Interview der Börsen-Zeitung und räumt zugleich ein, seit Ende 2018 mit der Transaktion in Verzug zu sein. Die Schuld dafür will Schuster jedoch nicht nur auf die eigenen Schultern packen. "Damit kein falscher Eindruck entsteht: Es ist weder Unwille noch Unvermögen, das Geschäft zu verkaufen, sondern es ist wirklich eine harte Nuss." Zwar hat Vossloh in der Vergangenheit schon sämtliche langfristigen Vermögenswerte dieses Geschäfts abgeschrieben, "wir gehen beim Verkauf aber von einem weiteren Buchverlust aus", sagt Schuster. Zu dessen Höhe hält sich der Manager bedeckt, in eine Schieflage werde das den Bahntechnikkonzern jedoch nicht bringen. Daneben will sich Vossloh noch im laufenden Turnus von weiteren "verlustbehafteten Aktivitäten" trennen. Dabei geht es um kleine Gesellschaften im Wesentlichen aus dem Geschäftsbereich Customized Modules. Auch hier sei beim Verkauf mit der Realisierung von Buchverlusten zu rechnen, sagt Schuster. Das vollständige CFO-Interview lesen Sie morgen in der Börsen-Zeitung.

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Akelius stoppt Modernisierungen in Berlin

hek - Der schwedische Wohnimmobilienkonzern Akelius zieht Konsequenzen aus dem geplanten Mietenstopp in Berlin. Die Aktivitäten für das Upgrading von Wohnungen seien gestoppt worden, teilte CEO und Managing Director Pål Ahlsén am Freitag bei der Vorlage des Quartalsberichts mit. Akelius verfügt in Berlin über 14.000 Wohnungen und zählt damit zu den großen Vermietern. Der international aufgestellte Konzern steht in Deutschland wegen sogenannter Luxusmodernisierungen in der Kritik von Mieterinitiativen. Der rot-rot-grüne Senat in Berlin hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass die Mieten in der Stadt für fünf Jahre einfrieren soll. Zudem soll die Möglichkeit, Mieten durch Umlage von Modernisierungskosten anzuheben, stark beschnitten werden. Ahlsén warnt vor den Folgen eines Mietenmoratoriums: Der einzige Weg, den Mangel an Wohnungen zu beheben, sei der Bau zusätzlicher Apartments. Die vorgeschlagene Regulierung werde dazu führen, dass der Wohnungsneubau zurückgehe. Darüber hinaus stellt Akelius weitere Wohnungsverkäufe in Deutschland in Aussicht. Die geplanten Transaktionen betreffen München und Hamburg. Ziel sei, das Rating von "BBB" auf "BBB+" zu erhöhen. Im ersten Halbjahr sich das Unternehmen in zwei Transaktionen von 4.300 Wohnungen in Deutschland im Wert von 1,1 Mrd. Euro getrennt. Ein Paket über 685 Mill. Euro ging an Deutsche Wohnen.

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Bankenverband fordert Schtzenhilfe der Politik bei Umsetzung neuer Kapitalregeln

bn - Die privaten Banken in Deutschland fordern ein Entgegenkommen der Politik bei der Umsetzung neuer Kapitalregeln auf EU-Ebene. "Hier geht es darum, den Rahmen für die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der Banken zu setzen", erklärte Christian Ossig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), am Freitag in Frankfurt. Der Verband moniert infolge des Abschlusses der Kapitalregeln von Basel III nicht nur eine übermäßige Mehrbelastung durch höhere Eigenkapitalanforderungen. Er diagnostiziert auch eine regionale Imbalance. "Warum sollten wir es uns wünschen, dass in Schweden 60% mehr Eigenkapital nötig ist?", fragte Ossig rhetorisch angesichts der Ergebnisse einer Auswirkungsstudie der European Banking Authority (EBA) - derart stark dürften der Untersuchung zufolge die Mindestkapitalanforderungen an die Institute im skandinavischen Land zunehmen. Länder, deren Banken in den Stresstests der EBA besonders schwach abschnitten, fänden sich dagegen nicht unter jenen Staaten, denen ein starker Anstieg der Anforderungen bevorstehe, rügte Ossig. Was der Bankenverband konkret fordert und welche Erwartungen die Organisation an die Umsetzung der Regeln in Europa hat, darüber lesen Sie mehr in der morgigen Ausgabe der Börsen-Zeitung.

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AIIB setzt am Bondmarkt auf den Greenback

kjo - Die im Jahr 2015 gegründete Asiatische Infrastrukturinvestmentbank (AIIB) hat im Mai dieses Jahres ihre erste Anleihe an den internationalen Bondmärkten begeben. Der Auftritt des in Peking ansässigen Hauses erfolgte aber nicht im Renminbi, sondern die Bank entschied sich dazu, die Debüt-Emission im Dollar zu begeben. "Einfach ausgedrückt, ist der Dollar die Währung, in der die Rechnungslegung der gesamten AIIB erfolgt. Zudem ist der Dollar auch die Währung, in der das gesamte operative Geschäft der Bank abgewickelt wird. Das ist eine Begründung für den Bond-Auftritt in der US-Devise", sagt Thierry de Longuemar, CFO der AIIB, im Interview der Börsen-Zeitung. Der zweite Grund sei, dass es der AIIB darum ging, das Haus in einem Bondmarkt mit einer sehr breiten Investorenbasis zu etablieren und das in einem globalen Format. "Der Dollar ist nun mal eine der wenigen wahren globalen Währungen. Aus diesen Gründen fiel die Wahl auf diese Währung für die Emission unserer ersten Anleihe", ergänzt er. Eine Emission im Euro sieht er aufgrund der Marktbedingungen zurzeit eher als unwahrscheinlich an. Longuemar betont, dass alle AIIB-Bonds nachhaltig sind. Das stehe im Zusammenhang mit dem strengen ESG-Ansatz des Hauses.

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Baubranche mit strkstem Juni-Auftragsplus seit 25 Jahren

per - In der deutschen Baubranche zeichnet sich weiter ein starkes Wachstum ab. Im Juni habe es beim Auftragseingang einen Anstieg um 3% im Vergleich zum Vormonat gegeben, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Dies ist das stärkste Auftragsplus in einem Juni seit einem Vierteljahrhundert. Im Jahresvergleich meldete das Bundesamt einen kalenderbereinigten Zuwachs um 4,4%. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich zeigte sich allerdings eine andere Entwicklung. In den drei Monaten bis Juni lag der Auftragseingang laut Bundesamt um 9,6% niedriger als in den Monaten Januar bis März. "Dieser Rückgang ist auf das mittlerweile sehr hohe Auftragseingangsniveau, bedingt durch die besonders gute Entwicklung der vorausgegangenen Berichtsmonate, zurückzuführen", hieß es in der Mitteilung des Bundesamtes. Die Branche befürchtet allerdings, dass zunehmende Unsicherheiten aufgrund von Handelsstreitigkeiten und Brexit auf die Investitionen der Unternehmen durchschlagen werden.

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Groe Konzerne im Einsatz fr Chancengleichheit

swa - In einer branchenübergreifenden Allianz haben sich 34 internationale Konzerne zusammengeschlossen, um gemeinsam für Menschenrechte und Chancengleichheit einzutreten. Die Koalition Business for Inclusive Growth (B4IG) hat das Projekt anlässlich des in Biarritz stattfindenden G7-Gipfels vorgestellt. Die vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron geleitete Initiative wird vom Lebensmittelkonzern Danone angeführt und von der OECD koordiniert. Von deutscher Seite sind BASF und Henkel dabei. Gemeinsam wollen die Unternehmen mehr als 1 Mrd. Dollar in über 50 Initiativen investieren, was fast 100 Millionen Menschen zugutekommen soll, wird mitgeteilt. Es geht um Engagement für Wirtschaftswachstum, von dem möglichst weite Bevölkerungsteile profitieren. Die Konzerne wollen sich für Menschenrechte einsetzen, auskömmliche Löhne zahlen, die Gleichstellung der Geschlechter fördern und für Chancengleichheit sorgen.

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