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BöZ am Mittag 29.05.2020

29.05.2020
Stand: 06:47 Uhr



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Das CFO-Interview:Uniper und Fortum feilen an gemeinsamer Strategie

ab - Der seit einem Jahr amtierende Uniper-Vorstand fügt sich ins Unvermeidliche und steuert auf einen engen Schulterschluss mit dem finnischen Mehrheitsaktionär Fortum zu. "Es gibt seit Monaten einen sehr engen Austausch", erläutert Uniper-Finanzchef Sascha Bibert im Interview der Börsen-Zeitung. Das sei schon allein deshalb sinnvoll, weil Fortum Uniper künftig vollkonsolidieren werde. Damit müsse bei jedem Reporting eng zusammengearbeitet werden. Auch im operativen Geschäft seien vermehrt Kooperationen denkbar. "Woran wir noch arbeiten müssen, ist dem Ganzen ein stärkeres strategisches Narrativ zu geben", sagt Bibert. Es gehe darum, darzulegen, warum die beiden Unternehmen gemeinsam stärker seien als jeder für sich. Es gebe Bereiche, die Uniper und Fortum zusammen ausbauen könnten. In anderen Bereichen müsse dagegen geschaut werden, wie sich diese gemeinsam effizienter gestalten ließen. "Die Fortum-Uniper-Story kann ich heute aber noch nicht komplett aufschreiben", räumt Bibert ein. Die Folgen der Covid-19-Pandemie werden an Uniper nicht spurlos vorbeiziehen. Gleichwohl hält Bibert diese "in Summe und nach heutigem Wissen" für verkraftbar. Das aus Uniper-Sicht wichtigste Thema ist dabei der Preisverfall infolge des Nachfrageeinbruchs an den Strom- und Gasmärkten. Kurzfristig gibt Bibert jedoch Entwarnung, hat Uniper die Produktion für 2020 und in weiten Teilen für 2021 doch schon verkauft. Das vollständige CFO-Interview lesen Sie morgen in der Börsen-Zeitung.

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Zinskompass: DekaBank setzt auf Aufstockung der EZB-Anleihekufe

ms - Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Einschätzung der DekaBank ihre beispiellosen Anleihekäufe im Kampf gegen die Coronakrise und für den Zusammenhalt der Eurozone noch einmal deutlich aufstocken. Für die Sitzung am Donnerstag erwartet die Bank eine Erhöhung des 750-Mrd.-Euro-Notfallanleihekaufprogramms PEPP um 500 Mrd. Euro und eine Verlängerung der Käufe über Dezember 2020 hinaus bis März 2021, wie aus dem neuen Deka-Zinskompass hervorgeht. Der Kompass erscheint jeweils vor einer Zinssitzung des EZB-Rats in der Börsen-Zeitung. Deka-Volkswirt Kristian Tödtmann geht allerdings davon aus, dass der EZB-Rat einige Details noch offenlassen wird, insbesondere den künftigen Umgang mit dem EZB-Kapitalschlüssel als zentrale Richtschnur für die Verteilung der PEPP-Käufe auf die einzelnen Länder. Lesen Sie mehr zum Zinskompass und den neuesten Inflations- und Kreditdaten aus dem Euroraum in der morgigen Ausgabe der Börsen-Zeitung.

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Renault krzt 15.000 Stellen und die Produktion

wü  - Der finanziell angeschlagene Autobauer Renault will im Zuge eines Sparplans weltweit rund 15.000 Arbeitsplätze abbauen, davon allein 4.600 in seiner Heimat Frankreich. Dort will er auch ein Werk für mechanische Teile in Choisy-le-Roi bei Paris schließen und die Aktivitäten von dort nach Flins transferieren. Bisher beschäftigt Renault insgesamt 180.000 Mitarbeiter, davon rund 49.000 in Frankreich. Der Restrukturierungsplan soll helfen, innerhalb der nächsten drei Jahre 2 Mrd. Euro einzusparen und Renault wieder zurück auf die Gewinnspur zu bringen. "Wir hätten den Plan auch ohne die Covid-19-Krise präsentiert", sagte Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard. Die Coronavirus-Krise habe aber die Dringlichkeit deutlich gemacht, die Restrukturierungen anzugehen.  Das Sparprogramm, dessen Umsetzung laut dem Autobauer 1,2 Mrd. Euro kosten wird, bricht wie der Mittwoch von der Allianz von Renault, Nissan und Mitsubishi präsentierte Plan mit der Volumenpolitik von Ex-Konzernchef Carlos Ghosn. So soll die Produktionskapazität von bisher vier Millionen Autos im Jahr bis 2024 auf 3,3 Millionen Fahrzeuge sinken. Unter Ghosn hatte Renault angestrebt, 2022 weltweit fünf Millionen Fahrzeuge zu verkaufen. Dieses Ziel hat der Autobauer jedoch inzwischen fallengelassen. Gleichzeitig soll die Produktpalette vereinfacht werden. Die Werke in Douai und Maubeuge in Nordfrankreich will Renault zu einem Zentrum für Elektro-Autos und leichte Nutzfahrzeuge machen, während in Flins bei Paris ein Recyclingzentrum entstehen soll. Renault-Interimschefin Clotilde Delbos machte keine Angaben, in welchem Umfang andere Länder im Detail von den Stellenstreichungen betroffen sind. Die Renault-Aktie gab Freitagvormittag zeitweise 5,8% auf 20,64 Euro nach.

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Fintechs mssen sich nachhaltig bessern

fir - Auch wenn das Topthema Nachhaltigkeit in der Coronakrise ein wenig aus dem Fokus der Aufmerksamkeit geraten ist, so spielen  Umwelt- und Sozialaspekte sowie die Unternehmensführung (ESG) nach wie vor eine entscheidende Rolle. Beim Blick auf Fintechs, die sich ja auf die Fahnen schreiben, die altherkömmliche Finanzindustrie umzukrempeln, zeigt sich, dass erstaunlich wenige über tatsächlich auf Nachhaltigkeit abzielende Geschäftsmodelle und Produkte verfügen. Nach Ansicht von Friederike Stradtmann, Fintech-Expertin bei Accenture, ist das Thema Nachhaltigkeit bei Finanz-Start-ups ausbaufähig: "Bei den Fintechs, die doch als Avantgarde gelten, spielt das Thema Nachhaltigkeit kaum eine Rolle." Ausnahmen sind ihr zufolge vor allem Tomorrow, die als eine Art N26 für nachhaltig interessierte Kunden von sich reden gemacht hat. Bekanntere Adressen seien darüber hinaus Crowddesk, Crowdinvesting-Plattform für nachhaltige Projektfinanzierungen, oder die Frankfurter Awamo, die Mikrofinanzierungen in Afrika anbietet. Die Herausforderung für Fintechs wie Tomorrow besteht Stradtmann zufolge vor allem darin, die eigenen, nachhaltigen Ansprüche in Einklang zu bringen mit einem  einträglichen Geschäftsmodell. Mehr lesen Sie in der Samstagausgabe der Börsen-Zeitung.

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Gute Stimmung am Markt fr Unternehmensbonds

kjo - Nach der sehr angespannten Lage im März mit erheblichen Spread-Ausweitungen hat sich der europäische Primärmarkt für Unternehmensanleihen im April und Mai recht gut entwickelt. "Die  weltweite Kombination aus Fiskal- und Geldpolitik zeigt seit Ende März definitiv Wirkung. Anfänglich führten sie jedoch zu weiterer Nervosität, da spontane Aktionen von den einzelnen Zentralbanken oder Regierungen dem Markt zeigten, wie angespannt die Situation ist. Die Beruhigung setzte erst nach ein bis zwei Wochen ein und seit dem 20. März ist der Primärmarkt für Bonds wieder in vollem Umfang aktiv", sagt Markus Steilen, Head of Corporate Syndicate bei der Commerzbank, im Interview mit der Börsen-Zeitung. Bis 20. März gab es ca. 15% weniger Volumen als 2019. Aktuell seien es 50% mehr gegenüber  2019. 2019 war bislang das absolute Rekordjahr für Unternehmensanleihen. "Die Stimmung ist somit wieder sehr gut, allerdings führte das große Angebot tageweise zu einer temporären Sättigung bei Investoren", so Steilen.

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VW investiert 2 Mrd. Euro fr Ausbau der E-Mobilitt in China

ste - Volkswagen investiert 2 Mrd. Euro für den Ausbau der Elektromobilität in China. Wie der Wolfsburger  Konzern mitteilt, ist rund 1 Mrd. Euro für die Aufstockung der Anteile am 2017 gestarteten  Gemeinschaftsunternehmen JAC Volkswagen um 25 auf 75% sowie für den Erwerb von 50% an der staatlichen Muttergesellschaft JAG vorgesehen. Diese Beteiligung soll die Anteilserhöhung bei dem Joint Venture im Rahmen einer Kapitalerhöhung ermöglichen. Die Transaktion, die noch behördlich genehmigt werden müsse, soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Bis 2025 plant JAC Volkswagen den aktuellen Konzernangaben zufolge fünf zusätzliche Modelle, den Bau eines Werks für E-Modelle sowie die Fertigstellung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums. Ferner will Volkswagen rund 1 Mrd. Euro in eine Beteiligung an dem chinesischen Batteriespezialisten Gotion High Tech investieren, um den künftigen Bedarf an Batteriekapazitäten für die chinesischen E-Modelle zu sichern. Bei Gotion wird VW mit einer Beteiligung von 26% zum größten Aktionär. "Diese Investitionen festigen Volkswagens Position in China als ein nachhaltig ausgerichtetes Mobilitätsunternehmen mit lokalem Charakter", erklärte  VW-China-Chef Stephan Wöllenstein. China, der weltweit größte Markt für Elektroautos, biete Volkswagen durch die Öffnung des Marktes neue Geschäftschancen. Der Autobauer will dort bis 2025 rund 1,5 Millionen E-Autos ausliefern.

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