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China berrascht mit schwachem Wachstumstempo

nh - Chinas Konjunkturkräfte lassen stärker nach als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft wuchs im dritten Quartal noch um 6,5% gegenüber Vorjahr und bringt damit eine negative Überraschung. Die Experten hatten mit einem sanfteren Abstieg von 6,7% im zweiten Quartal auf 6,6% gerechnet. Angesichts wachsender Herausforderungen im Zuge des Handelsstreits zwischen China und den USA wachsen nun die Befürchtungen, dass China unter heftigeren Abkühlungsdruck gerät. Das offizielle Wachstumsziel der Regierung von 6,5% für das Jahr 2018 gilt allerdings nicht als gefährdet. Nach Angaben des Statistikbüros kam China in den ersten neun Monaten des Jahres noch auf 6,7% Wachstum, in der ersten Jahreshälfte lag man bei 6,8%. An den zuletzt stark baissierenden chinesischen Börsen kam es am Freitag trotz der enttäuschenden Konjunkturdaten zu einer positiven Wende. Dabei halfen Äußerungen des chinesischen Zentralbankgouverneurs Yi Gang und des Vizepremierministers Liu He, die auf unterstützende Maßnahmen für die Märkte schließen lassen. Danach zog der am Vortag um 3% gedrückte Leitindex Shanghai Composite um 2,6% und ging damit wieder über die Marke von 2500 Punkten.

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Londoner Brsenbetreiber wchst nur noch einstellig

hip - Die London Stock Exchange Group ist im abgelaufenen Quartal nur noch einstellig gewachsen. Wie der Betreiber der Börsen von London und Mailand mitteilte, stiegen die Einnahmen um 5% auf 464 Mill. Pfund. Im ersten Halbjahr hatte das Wachstum noch bei 12% gelegen. Für CEO David Schwimmer zeugen die Zahlen vom "anhaltenden Schwung über die Gruppe hinweg". Das Geschäft der Sparte Technology Services schrumpfte allerdings um fast ein Drittel. Wie der Rivale der Deutschen Börse mitteilte, stockte er seine Beteiligung an LCH.Clearnet für bis zu 438 Mill. Euro um weiter 15,1% auf. Borsa Istanbul, CFT & Viel & Cie, Commerzbank, Deutsche Bank, Nasdaq und Nomura stiegen bei der Clearing-Tochter der Londoner Börse komplett aus. BoA Merrill Lynch, Barclays, J.P. Morgan, Morgan Stanley und Société Générale reduzierten ihre Anteile. Nach einem Wachstum des Umsatzbeitrags von 14% im ersten Halbjahr bremste LCH.Clearnet im dritten Quartal deutlich ab und lieferte nur noch 5% mehr als ein Jahr zuvor.

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BlackRock verteidigt sich gegen Kritik

jsc - Als weltgrößter Vermögensverwalter gerät BlackRock regelmäßig in die Kritik - im Gespräch mit der Börsen-Zeitung verteidigt der Manager Michael Gruener das Unternehmen. Beispiel Systemrelevanz: Trägt BlackRock als größter Anbieter von Indexfonds und eines bekannten Risikomanagementsystems dazu bei, dass sich Investoren am Markt gleichförmig verhalten und sich Börsencrashs somit verschärfen? Gruener verneint dies. Aktiv verwaltete Fonds bleiben demnach ein wesentlicher Bestandteil des Marktes, was gleichförmigem Verhalten entgegenwirkt. Zugleich dient das BlackRock-Programm Aladdin lediglich als Werkzeugkasten im Risikomanagement, das den Investoren die Entscheidungen überlasse und damit keineswegs Einförmigkeit nach sich zieht, wie der Head of Retail Business für Europa, den Nahen Osten und Afrika sagt. Beispiel Nachhaltigkeit: Hat der Branchenprimus hier eine besondere Verantwortung? Eine Fondsgesellschaft solle dem Anleger die Entscheidung lassen, in welche Unternehmen er investieren wolle, sagt Gruener. BlackRock biete den Anlegern zunehmend nachhaltige Fonds an, beispielsweise ETF, die bestimmte Branchen ausschließen. Bislang ist das Segment bei BlackRock, ähnlich wie insgesamt in der Branche, noch klein, auch wenn Investoren bereits häufig über Nachhaltigkeit in der Geldanlage sprechen, wie Gruener sagt. "Nachhaltigkeit ist bei fast allen Kunden Gegenstand von Diskussionen." Der Branche bescheinigt der Manager noch viele Wachstumschancen: Gerade in Asien und Osteuropa wachse die Rolle von Assetmanagern, da mit zunehmend Wohlstand auch die Altersvorsorge und damit die Kapitalanlage an Bedeutung gewinne. "Ein Assetmanager sollte früh in die Märkte einsteigen, um vom Wachstum zu profitieren."

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Tech-Investor Primepulse rudert bei Brsengang zurck

BZ - Der Technologie-Investor Primepulse will mit seinem Börsengang bis zu 135 Mill. Euro einstreichen. Die Preisspanne für die 5,75 Millionen Aktien einschließlich Mehrzuteilung reiche von 22 bis 27 Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Entsprechend sei mit einem Platzierungsvolumen von 126,5 bis 155,3 Mill. Euro zu rechnen. Davon sollen Primepulse 110 bis 135 Mill. Euro als Bruttoemissionserlös zufließen. Das Geld will die Gesellschaft unter anderem für Zukäufe verwenden. Bei Bekanntgabe der Börsenpläne im September hatte Primepulse noch auf einen Erlös von rund 250 Mill. Euro gehofft. Das Zurückrudern begründete eine Sprecherin mit dem aktuellen Börsenumfeld. Die Angebotsfrist beginnt am Montag und läuft voraussichtlich bis zum 31. Oktober. Die Erstnotierung an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) ist für den 6. November geplant. Die Hauptaktionäre Stefan Kober, Raymond Kober und Klaus Weinmann, die einst den im SDax gelisteten IT-Dienstleister Cancom gegründet haben, bleiben auch nach dem Börsengang Mehrheitsaktionäre. Der Streubesitz an der Börse soll 17 bis 20% betragen.

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Software AG bekommt die Kurve

BZ - Nach einem eher schwierigen Start ins Jahr hat die Software AG im dritten Quartal das versprochene kräftige Wachstum geliefert. Im dritten Quartal hat der in MDax und TecDax notierte Softwarehersteller vor allem mit Software für das Internet der Dinge gepunktet. Im Cloud- und IoT-Geschäft wurden sowohl der Umsatz als auch der Anteil wiederkehrender Erlöse mehr als verdoppelt. Konzernweit kletterte der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 7%, wobei das angestammte Datenbankgeschäft Adabas & Natural, das rückläufig erwartet wurde, sogar um satte 11% zulegte. Die Darmstädter hätten überraschend solide Zahlen vorgelegt, schrieb Commerzbank-Analystin Victoria Kruchevska. Allerdings seien die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr auch sehr schwach gewesen. Trotz des starken Abschneidens wurde der Ausblick beibehalten. Allerdings war die Software AG im ersten Halbjahr auch noch im Rückstand zu den Jahreszielen gewesen und wollte diese im zweiten Halbjahr aufholen, was im dritten Quartal schon gut geglückt scheint. Die Software AG sei zurück auf gutem Weg, um ihre Jahresziele zu erreichen, schrieb Analyst Knut Woller von der Baader Bank. Finanzchef Arnd Zinnhardt zeigte sich zuversichtlich, den Ausblick für dieses Jahr zu erreichen. "Bei der Jahresprognose fühlen wir uns in der Integrationssoftware komfortabel, im Datenbankgeschäft werden wir wohl am oberen Ende der Spanne rauskommen", sagte er der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Aktie der Software AG legte am Freitagmorgen zunächst um 6% zu. Am Nachmittag betrug das Plus in negativem Marktumfeld noch 3,1%.

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EI Sturdza erwartet Erholung der Aktienmrkte

ck  - Marc Craquelin, Non Executive Director der EI Sturdza Funds plc, rechnet mit einer Stabilisierung der Aktienmärkte. "Aus technischer Sicht haben die US-Märkte die bedeutende 200-Tage-Linie nicht gebrochen, die bekanntlich von Tradern sehr beachtet wird", sagt Craquelin im Interview. "Daher erwarten wir eine Erholung der Märkte". Jedoch nehme die Inflation zu, schrumpfe die Liquidität und sei der von Donald Trump forcierte Handelskrieg  weiter gegenwärtig. Das Umfeld für die Märkte bleibe damit weiter herausfordernd.

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