Werkzeugmaschinen

Pandemie bremst Geschäft von DMG Mori aus

Der Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori hat die Folgen der Pandemie 2020 erheblich zu spüren bekommen. Der Umsatz brach um rund ein Drittel ein, die Gewinnkennzahlen gingen deutlich überproportional zurück.

Pandemie bremst Geschäft von DMG Mori aus

ak Köln

Der Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori hat die Folgen der Pandemie 2020 erheblich zu spüren bekommen. Der Umsatz brach um rund ein Drittel ein, die Gewinnkennzahlen gingen deutlich überproportional zurück.

Mit einem Absturz des Auftragseingangs um 38% verlief das vergangene Jahr für DMG Mori noch schlechter, als die Zahlen des Branchenverbands VDW aus dem Herbst es vermuten ließen. Damals hatte der VDW einen Rückgang der Bestellungen von 33% gemeldet. Immerhin zeichnete sich bei DMG Mori zum Jahresende hin eine leichte Entspannung ab: Der Auftragseingang sank im vierten Quartal im Jahresvergleich „nur“ noch um 26%.

Das Management zeigte sich in einer Mitteilung zu den vorläufigen Zahlen allerdings recht zuversichtlich: Vorstandschef Christian Thönes wies darauf hin, dass die im Sommer revidierte und im Herbst wieder leicht angehobene Prognose erfüllt worden sei. Mit zügigen Kostensenkungen, Flexibilisierung und Liquiditätssicherung seien die negativen Auswirkungen der Krise eingegrenzt worden. Dabei sei das Budget für Forschung und Entwicklung stabil geblieben.

Thönes gewann der Situation auch eine gute Seite ab: „Die Pandemie hat vieles beschleunigt. Vor allem die Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.“ DMG Mori sei mit seinem globalen Footprint, dem breiten Maschinenportfolio und weitreichendem Service gut aufgestellt.

Bei den Ergebnissen musste der Bielefelder Konzern, der seit fast zehn Jahren einen japanischen Großaktionär hat und im Dezember aus dem SDax geflogen war, allerdings Federn lassen. Die Ebit-Marge halbierte sich fast auf 4,5%. Vor- und Nachsteuergewinn brachen um jeweils 66% ein, unterm Strich verdiente DMG Mori nur noch 52 Mill. Euro.

Einen konkreten Ausblick auf die Finanzziele für 2021 gab der Konzern noch nicht. Am 9. März steht der testierte Abschluss an. Der Vorstand verwies allerdings auf den Branchenverband sowie das Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics, die ein Wachstum von rund 18% für die weltweite Nachfrage erwarten.

DMG Mori
Vorläufige Zahlen nach IFRS
in Mill. Euro20202019
Auftragseingang1 5992 563
Umsatz1 8312 701
Ebitda157300
Ebit82222
Konzerngewinn52154
Free Cash-flow16169
Börsen-Zeitung