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Ehemaligem VW-Ingenieur drohen drei Jahre Haft in den USA

Bloomberg/dpa - US-Strafermittler empfehlen eine dreijährige Haftstrafe für einen ehemaligen Ingenieur von VW. James L. ist der Erste, der im Zusammenhang mit dem Dieselskandal des Betrugs beschuldigt wurde. Da er mit den Behörden zusammenarbeite,...

Ehemaligem VW-Ingenieur drohen drei Jahre Haft in den USA

Bloomberg/dpa – US-Strafermittler empfehlen eine dreijährige Haftstrafe für einen ehemaligen Ingenieur von VW. James L. ist der Erste, der im Zusammenhang mit dem Dieselskandal des Betrugs beschuldigt wurde. Da er mit den Behörden zusammenarbeite, soll er von der Maximalstrafe von fünf Jahren verschont bleiben. Er habe gewusst, dass es falsch sei, was er getan habe. Als Ingenieur habe L. seine moralische Verantwortung für den Betrug für gering gehalten und sich gesagt, dass andere im Unternehmen dafür verantwortlich seien, ethische Belange zu berücksichtigen. Der Ingenieur ist einer von acht Mitarbeitern von VW oder der Tochter Audi, die in den USA im Zusammenhang mit dem Dieselskandal beschuldigt werden. L. habe lange mitgemacht und könne einen Einblick in die Ziele und die Beweggründe von VW geben, heißt es. Derweil hat die Münchner Staatsanwaltschaft bis heute keinen hinreichenden Tatverdacht gegen den Vorstandschef von Audi, Rupert Stadler. “Unter den Beschuldigten sind keine aktuellen oder früheren Vorstände”, sagte Staatsanwältin Karin Jung.VW will indessen einem Medienbericht zufolge einen Vertrauten von Konzernchef Matthias Müller zum Audi-Vorstand machen. VW-Manager Wendelin Göbel solle Audi-Personalvorstand werden, berichteten “Süddeutsche Zeitung”, NDR und WDR am Montagabend. Sprecher von VW und Audi lehnten eine Stellungnahme ab. Reuters hatte Ende Juli erfahren, dass vier von sieben Audi-Vorständen demnächst gehen müssen.