Eon-Chef Teyssen soll bis Ende 2021 im Amt bleiben
Eon-Chef Teyssen soll bis Ende 2021 im Amt bleiben
cru – Eon-Vorstandschef Johannes Teyssen bleibt bis Ende 2021 im Amt. Der Aufsichtsrat habe beschlossen, dass das Vorstandsteam unter der Leitung von Teyssen auch in den nächsten drei Jahren Eon führen soll, teilte der Energiekonzern mit. Teyssen ist seit Mai 2010 Eon-Chef.Derzeit läuft sein Vertrag noch bis Ende 2018. Eine Verlängerung ist rechtlich frühestens ab Anfang 2018 möglich. Der Vertrag von Leonhard Birnbaum, der im Vorstand für die Netze und die erneuerbaren Energien zuständig ist, wird um fünf Jahre bis zum 30. Juni 2023 verlängert.”Mit den heutigen Entscheidungen sind nun alle personellen Weichen im Eon-Vorstand für die nächsten Jahre gestellt”, sagte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley. Der Vorstand arbeite an einer Strategie für Wachstum und attraktive Dividenden, die bis zum Frühling 2018 vorgestellt wird. Bei Investoren an der Börse kam die Nachricht gut an. Die Eon-Aktie weitete ihre Gewinne aus und notierte zeitweise bei 9,55 Euro mit 2 % im Plus. Der Börsenwert des Konzerns hat sich damit binnen eines Jahres um mehr als die Hälfte auf fast 21 Mrd. Euro erhöht.Der 57 Jahre alte Teyssen gehört seit 2004 zum Vorstand des – neben Konkurrent Innogy – wertvollsten deutschen Energiekonzerns. In den sieben Jahren, in denen Teyssen an der Spitze steht, wurde der früher vor allem auf Kernenergie und Kohle setzende Konzern von der Energiewende schwer getroffen. Die Folge waren vier Geschäftsjahre mit Milliardenverlusten – für 2016 ein Fehlbetrag von 16 Mrd. Euro. Teyssen, der gebürtig aus Hildesheim stammt, Volkswirtschaft in Göttingen studierte und zudem in Jura promovierte, hat den Konzern neu aufgestellt. Die Kohle- und Gaskraftwerke samt dem Gasimportgeschäft spaltete er in Form der börsennotierten Tochter Uniper ab, an der Eon 47 % hält.