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Faible für markante Immobilien

ak - Er tritt selbst nicht mehr so gerne ins Rampenlicht, doch seine Immobiliendeals sorgen für Aufsehen. Als Investor hat der ehemalige Pharma-Unternehmer Patrick Schwarz-Schütte ein Faible für markante Objekte entwickelt. Vor sieben Jahren hatte...

Faible für markante Immobilien

ak – Er tritt selbst nicht mehr so gerne ins Rampenlicht, doch seine Immobiliendeals sorgen für Aufsehen. Als Investor hat der ehemalige Pharma-Unternehmer Patrick Schwarz-Schütte ein Faible für markante Objekte entwickelt. Vor sieben Jahren hatte der 61-Jährige mit seiner Black Horse Investments bereits das Düsseldorfer Dreischeibenhaus, die ehemalige Zentrale von ThyssenKrupp und Architekturdenkmal der Wirtschaftswunderzeit, erworben. Jetzt hat er erneut in der Landeshauptstadt zugeschlagen und die Fashion-Häuser gekauft. Die achteckigen Gebäude stammen aus den 70er und 80er Jahren, als sich Düsseldorf auf dem Höhepunkt seiner Bedeutung als deutsche Modemetropole befand. Hier trafen sich Designer und Großhandelskunden, Marken wie Escada oder Burberry hatten Showräume, auch Luxuskollektionen von Karl Lagerfeld, Chloé oder Nina Ricci waren zu finden. Jetzt will Schwarz-Schütte hier bis zu 500 Wohnungen, eine Kita sowie Geschäfte und Restaurants bauen. Bereits Anfang des Jahres hatte Black Horse mit der bis dato wohl größten Immobilientransaktion in Hamburg für einen Paukenschlag gesorgt und das Springer Quartier veräußert. In den Komplex, der bis 2020 fertig sein soll, sollen als Ankermieter die Axel Springer SE und KPMG einziehen. Das Springer Quartier ging für kolportierte 400 Mill. Euro an ein Konsortium berufsständischer Versorgungswerke.Schwarz-Schütte hatte die von seinem Vater gegründete Schwarz Pharma 1995 an die Börse gebracht und insgesamt 14 Jahre als Vorstandsvorsitzender geführt. Angesichts fehlender Größe und Finanzkraft für die teure Medikamentenentwicklung stellte er den MDax-Konzern schließlich zum Verkauf und veräußerte das Unternehmen 2006 für 4,4 Mrd. Euro an den belgischen Konkurrenten UCB. Zum Abschied hatte jeder Beschäftigte aus der Familienschatulle noch eine Prämie von 10 000 Euro erhalten.Patrick Schwarz-Schütte hat sich nach dem Verkauf nicht nur als Immobilieninvestor betätigt, sondern ging auch unter die Gastronomen. Er betreibt seit gut zwei Jahren im Erdgeschoss des Dreischeibenhauses das Restaurant “Phoenix”.