Frankreichs Luftfahrtindustrie ruft Krisenrat ins Leben
Frankreichs Luftfahrtindustrie ruft Krisenrat ins Leben
wü – Die Industrie sei einer der Leistungsträger der Nation, argumentiert er. “Sie muss arbeiten.” Während sich französische Arbeitgeber nicht einig darüber sind, ob trotz Ausgangssperre und des starken Anstiegs der Coronavirus-Infektionen gearbeitet werden sollte oder nicht, ist die Antwort für Éric Trappier völlig eindeutig. Der Chef des Flugzeugbauers Dassault Aviation, der auch dem mächtigen, 400 Unternehmen umfassenden Verband der französischen Luft- und Raumfahrtindustrie Gifas (Groupement des Industries Françaises Aéronautiques et Spatiales) vorsteht, appelliert, die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Aktivitäten der Branche würden schrittweise wieder beginnen, sagt er.Der 60-Jährige hat bereits vor einigen Wochen dafür gesorgt, dass innerhalb des Gifas eine Art Krisenrat ins Leben gerufen wurde, um in Bezug auf die Coronavirus-Pandemie über die Lage zu beraten. Dafür trommelt er jede Woche Airbus-Chef Guillaume Faury, Safran-Chef Philippe Petitcolin, Thales-Chef Patrice Caine und Daher-Chef Patrick Daher, der auch dem Verband der Luftfahrt- und Verteidigungsausrüster vorsteht, zusammen. An den Beratungen sind außerdem auch der bei Gifas für mittelgroße Unternehmen zuständige Chef des Flugzeuglackierers Satys, Christophe Cador, sowie der Gifas-Generalbevollmächtigte Pierre Bourlot beteiligt.