Kandidat für Nike-Spitze muss nach internen Beschwerden gehen
Kandidat für Nike-Spitze muss nach internen Beschwerden gehen
sp – Der US-Sportartikelhersteller Nike hat den Abschied von Trevor Edwards bekannt gegeben. Der 54-Jährige, der zuletzt das gesamte Geschäft mit der Kernmarke Nike verantwortete und als einer der Nachfolgekandidaten für CEO Mark Parker galt, ist nach internen Vorwürfen über ungebührliches Verhalten von Mitarbeitern gegenüber Frauen und Minderheiten mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückgetreten, wird Nike aber noch bis August als Berater zur Verfügung stehen, wie das Unternehmen mitteilt. Das “Wall Street Journal” berichtete am Freitag außerdem, dass Jayme Martin, der als Vice President und General Manager an Edwards berichtete, mit sofortiger Wirkung entlassen wurde. Unsportliches VerhaltenCEO Parker hatte bereits am Donnerstag in einer E-Mail an die Mitarbeiter Berichte über Verhalten erwähnt, “das nicht unsere Kernwerte Inklusivität, Respekt und Empowerment widerspiegelt”. In der Nachricht an die Mitarbeiter werden die Vorwürfe nicht konkretisiert und auch nicht mit Edwards in Verbindung gebracht, berichtete das “Wall Street Journal”. Es habe Beschwerden über Martin gegeben, nicht aber über den bisherigen Markenchef, heißt es unter Berufung auf einen Insider. Beide Manager hätten Mitarbeiter geschützt, die weibliche Kollegen mit ihrem Verhalten erniedrigt hätten, heißt es unter Berufung auf eine andere Quelle. Es gebe keine konkreten Vorwürfe gegen Edwards, erklärte ein Unternehmenssprecher.Edwards und Jayme sind bereits seit Jahrzehnten für Nike tätig. Edwards galt als ein möglicher Nachfolgekandidat für den 65-jährigen Parker, der am Donnerstag ankündigte, über das Jahr 2020 hinaus weiterzumachen. Zu den verbliebenen Nachfolgekandidaten zählen COO Eric Sprunk, Designchef Michael Spillane und jetzt auch Elliott Hill, der auf Edwards folgt.