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Verurteilter VW-Manager wehrt sich gegen fristlose Kündigung

dpa-afx - Der in den USA verurteilte frühere VW-Manager Oliver Schmidt wehrt sich gegen seine fristlose Kündigung. "Die Klage liegt beim Arbeitsgericht Braunschweig vor", sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag. Nach ihren Angaben hatte Volkswagen...

Verurteilter VW-Manager wehrt sich gegen fristlose Kündigung

dpa-afx – Der in den USA verurteilte frühere VW-Manager Oliver Schmidt wehrt sich gegen seine fristlose Kündigung. “Die Klage liegt beim Arbeitsgericht Braunschweig vor”, sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag. Nach ihren Angaben hatte Volkswagen Schmidt am 19. Dezember, zwei Wochen nach der Verurteilung durch ein US-Gericht, fristlos gekündigt.Der 49-jährige Schmidt hält die Kündigung nach Angaben seines Anwalts für rechtswidrig, weil er sich an Weisungen des Unternehmens gehalten habe. “Dass er nun die fristlose Kündigung erhalten hat, offenbar, weil er die ihm erteilten Weisungen befolgt hat, ruft in Herrn Schmidt nicht nur das Gefühl hervor, ungerecht behandelt zu werden, es ist arbeitsrechtlich auch höchst zweifelhaft”, sagte der Anwalt dem Bayerischen Rundfunk. Ein Termin für die Güteverhandlung stehe noch nicht fest. Ein Unternehmenssprecher wollte den Fall nicht kommentieren.Schmidt war Anfang Dezember wegen seiner Rolle im Abgasskandal zur höchstmöglichen Strafe von sieben Jahren Gefängnis und 400 000 Dollar Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte sich nach einem Deal mit der US-Staatsanwaltschaft im August schuldig bekannt. Er ist nach dem früheren VW-Ingenieur James Liang der zweite langjährige VW-Mitarbeiter, der aufgrund der Abgasaffäre in den USA zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Im September 2015 hatte Volkswagen eingeräumt, mit einer speziellen Software Abgastests manipuliert zu haben.