Wechsel an Dea-Spitze begleitet Gespräche über Wintershall-Fusion
Wechsel an Dea-Spitze begleitet Gespräche über Wintershall-Fusion
ste – Inmitten der im Dezember bekannt gegebenen Gespräche über ein Zusammengehen mit der BASF-Tochter Wintershall wechselt die in Hamburger ansässige Dea Deutsche Erdöl ihre Vorstandsspitze. Seit gestern wird das vom russischen Oligarchen Michail Fridman beherrschte Unternehmen von der Norwegerin Maria Moræus Hanssen geführt. Die 52-Jährige, zuletzt CEO des Geschäftsbereichs Exploration und Produktion beim französischen Versorgungsunternehmen Engie (ehemals GDF Suez), ist als Vorstandsvorsitzende Nachfolgerin von Thomas Rappuhn, der zwölf Jahre im Vorstand und acht Jahre als CEO an der Dea-Spitze stand.Die wichtigste Aufgabe werde sein, dafür zu sorgen, “dass wir weiterhin sicher arbeiten und unsere Unternehmensziele erreichen, während wir uns gleichzeitig auf die neuen Rahmenbedingungen einstellen und die Gespräche zwischen Letter One und BASF über eine Fusion von Dea und Wintershall laufen”, erklärte Hanssen in einer gestern publizierten Mitteilung der Dea. Die neue Vorstandsvorsitzende der Explorations- und Produktionsgesellschaft, die 1 150 Mitarbeiter beschäftigt, war vor ihrem Wechsel zu GDF Suez in Norwegen Anfang 2014 in verschiedenen Managementpositionen von Betrieben der norwegischen Öl- und Gaswirtschaft tätig, so für Aker, Statoil und Hydro.Zur Funktion von Hanssen, die bis 1992 in Trondheim und Paris ein Studium in “Petroleum Engineering” sowie “Petroleum Economics and Management” absolvierte, in dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen wurden keine Angaben gemacht. Sollten sich BASF und das Fridman-Vehikel Letter One über das Joint Venture von Wintershall und Dea einig werden, wolle BASF den Vorstandschef stellen, Letter One den Stellvertreter, hieß es im Dezember. Die Standorte Kassel und Hamburg sollen erhalten bleiben. Vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen könne ein Closing in der zweiten Jahreshälfte erreicht sein.