Korb mit guten Tropfen
Korb mit guten Tropfen
ars Frankfurt – Edle Tropfen sind nicht nur für Genießer von Interesse, sondern auch eine lohnende Anlage für das Aktiendepot. Das zeigt zumindest der Weinaktien-Index der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien. Der von ihr entwickelte Krescencio-Index, der die 19 wichtigsten börsennotierten Weinproduzenten und die heimische Weinaktie Schlumberger enthält, zeigte in den vergangenen zehn Jahren eine bessere Performance als der MSCI World. Die durchschnittliche Rendite betrug 10,2 % p. a., während der MSCI “nur” einen Wertzuwachs von 6,4 % pro Jahr verzeichnete. Auch die Volatilität lag mit 9,8 % deutlich niedriger als im MSCI World.Weinaktien entwickeln sich auch in konjunkturell schlechten Zeiten positiv. Das ist an der fehlenden Korrelation des Wein-Index im Vergleich zur Entwicklung des amerikanischen BIP abzulesen. Es findet sich eher eine positive Korrelation zu der Höhe der Sommertemperaturen.Der Anstieg der Weinaktien sollte sich langfristig fortsetzen. Denn allein in Deutschland ist seit Jahren ein Trend weg von Bier und Spirituosen zu Wein zu beobachten. In den vergangenen zehn Jahren hat der Weinkonsum um 17 % zugenommen, während der Bierabsatz um 11 % zurückging. Wer sich nicht die notwendige Fachkenntnis aneignen möchte, um sich lagerfähige Weine von renommierten Namen und Marken in den Keller zu legen und nach ein paar Jahren zu verkaufen, hat die Möglichkeit, über Fonds wie den Vinum Prestige II der HypoVereinsbank oder den Orange Wine Fund von Kempen Capital Management in die Branche zu investieren. Eine andere Alternative ist das Anlage-Zertifikat auf den Raiffeisen Wein-Basket der Raiffeisen Centrobank. Dieser Aktienkorb beinhaltet die Aktien von 14 internationalen renommierten Unternehmen der Weinbranche, darunter so bekannte Namen wie das spanische Weingut Baron de Ley, Champagne Laurent-Perrier, das Mailänder Familienunternehmen Davide Campari und Remy Cointreau. Die Gewichtung wird am Berechnungsstichtag, dem 6. Oktober 2005, festgelegt und soll mindestens 2 %, aber höchstens 15 % betragen. Das Zertifikat ist ohne Laufzeitbegrenzung. Es wird keine Managementgebühr erhoben, stattdessen behält der Emittent die Dividenden ein.