DVFA FRÜHJAHRSKONFERENZ

AAP Implantate kündigt Aktienrückkäufe an

Forschungsaufwand sinkt - Pure Player in Trauma

AAP Implantate kündigt Aktienrückkäufe an

md Frankfurt – “Jetzt ist die Zeit gekommen, die Früchte unserer Arbeit zu ernten.” Mit dieser Aussage auf der 8. DVFA Frühjahrskonferenz wollte Bruke Seyoum Alemu, Vorstandschef von AAP Implantate, nicht etwa ausdrücken, dass man beim Medizintechnikunternehmen aus Berlin nun die Hände in den Schoß legen kann. Noch gibt es viel zu tun, wie die nach wie vor negativen Ergebnisse zeigen. Doch der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben, auf die sich Seyoum Alemu bezog, sinkt. Lag die Quote einst bei 28 % des Umsatzes, wird sie laut dem CEO dieses Jahr bei höchstens 7 bis 8 % liegen.Dass es AAP nicht an Kapital mangelt, legt das Aktienrückkaufprogramm nahe, das in den nächsten Monaten umgesetzt werden soll, wie gestern bekannt gegeben wurde. Das Unternehmen hatte bereits die teilweise Auskehr von Erlösen an die Aktionäre aus dem 2016 erfolgten Verkauf der Tochter AAP Biomaterials angekündigt. Auf Basis eines AAP-Kurses von 1,30 Euro sei beabsichtigt, bis zu 2,4 Millionen Aktien zum Maximalpreis von 3,5 Mill. Euro zu erwerben. Aufgrund des beabsichtigten Rückkaufs werde der Hauptversammlung weder eine Dividendenzahlung noch eine Kapitalherabsetzung vorgeschlagen, die ebenfalls als Mittel der teilweisen Erlösauskehr erwogen worden waren.AAP bezeichnet sich inzwischen – nachdem u.a. die Biomaterials-Tochter und die verbliebene Beteiligung an AAP Joints verkauft wurden – als Pure Player im Bereich Trauma. CEO Seyoum Alemu verwies auf die patentgeschützte Produkt- und Technologiebasis. Die drei Plattformtechnologien Loqteq, Silberbeschichtung und resorbierbares Magnesium böten erhebliches Wachstumspotenzial. 2017 werde mit dem Abschluss eines Technologie-Deals (z.B. Co-Development-Vereinbarung, Lizenzierung oder Vergabe von Vertriebsrechten) gerechnet. Im Gesamtjahr rechnet AAP mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von – 4,5 Mill. bis – 6,5 (i.V. – 7,9) Mill. Euro. Die Zielspanne für den Umsatz lautet auf 10 Mill. bis 13 (10,5) Mill. Euro.Nach vorläufigen Zahlen erhöhte sich der Trauma-Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zur Vorjahreszeit um 30 % auf 2,9 Mill. Euro. Insgesamt sprang der Erlös um 23 % auf 3,1 Mill. Euro. Im Februar hatte AAP 1,8 bis 2,8 Mill. Euro prognostiziert. Insgesamt habe sich gezeigt, dass sich die dynamische Entwicklung in Nordamerika und Europa im ersten Quartal fortgesetzt hat.