AB Inbev halbiert Schlussdividende

Weltgrößter Brauereikonzern behält dadurch 1 Mrd. Euro im Unternehmen

AB Inbev halbiert Schlussdividende

md Frankfurt – Anheuser-Busch Inbev, der weltgrößte Brauereikonzern, halbiert wegen der Folgen der Covid-19-Pandemie seine Schlussdividende für 2019. Statt 1 Euro je Aktie sollen nun 50 Cent ausgeschüttet werden, teilte der Markenanbieter (Beck’s, Budweiser, Corona, Stella Artois u. a.) mit. Mit diesem Schritt lässt AB Inbev rund 1 Mrd. Euro im Unternehmen.Da die Hauptversammlung, auf der die Aktionäre von AB Inbev die vorgeschlagene Dividende absegnen sollen, vom 29. April auf den 3. Juni verschoben wurde, wird die Schlussdividende für 2019 zudem erst später ausbezahlt. Im vergangenen November hatten die Anteilseigner bereits eine Zwischendividende von 80 Cent je Aktie erhalten.Auf der Gruppe lastet bis heute ein Schuldenberg, der im Herbst 2016 durch die rund 106 Mrd. Dollar schwere Übernahme des Erzrivalen SABMiller aufgetürmt wurde.AB Inbev hatte wegen der Auswirkungen der Pandemie bereits vor drei Wochen die Jahresziele zurückgenommen (vgl. BZ vom 25. März). Dass in zahlreichen Ländern seit vielen Wochen Restaurants und Bars geschlossen sind, belastet den Absatz von Bierbrauern und anderen Getränkeherstellern stark.AB Inbev ist im Blue-Chip-Index Euro Stoxx 50 enthalten und wird deshalb von vielen Research-Häusern beobachtet. Diese äußerten sich positiv zur Halbierung der Schlussdividende. Das kanadische Analysehaus RBC hätte sich sogar “ein noch konsequenteres Vorgehen von AB Inbev gewünscht”, während das US-Haus Bernstein betonte, der Konzern habe kein Liquiditätsproblem und werde nicht pleitegehen.