Abschreibung drückt Gewinn von BAE Systems

Operatives Ergebnis etwas besser als erwartet

Abschreibung drückt Gewinn von BAE Systems

BZ London – Eine millionenschwere Abschreibung hat im vergangenen Jahr den Gewinn des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns BAE Systems belastet. Nach dem im Herbst eingeleiteten Stellenabbau will der Hersteller von Kampfjets, Panzern und U-Booten im laufenden Jahr mit einer gestrafften Organisation wieder nach vorn kommen, wie die FTSE-100-Gesellschaft in London mitteilte. Wachsende Rüstungsbudgets in mehreren Ländern lassen BAE-Chef Charles Woodburn hoffen. Dies sollte auch zu hohen Ausschüttungen an die Aktionäre führen.Im abgelaufenen Jahr verdiente BAE Systems 884 Mill. Pfund und damit 6 % weniger als im Vorjahr. Hauptgrund war eine Abschreibung über 384 Mill. Pfund auf das Geschäft mit Aufklärungstechnik, für das sich die Gewinnaussichten verschlechtert haben. Das bereinigte operative Ergebnis fiel jedoch etwas besser aus als von Analysten erwartet. Seinen Jahresumsatz konnte BAE zwar um 3 % auf 19,6 Mrd. Pfund steigern – jedoch fast nur aufgrund von Währungseffekten. Der Auftragsbestand sank aus dem gleichen Grund leicht auf 41,2 Mrd. Pfund. Die Anteilseigner sollen einschließlich der Schlussdividende eine Ausschüttung von 21,8 Pence je Aktie erhalten – 2 % mehr als im Vorjahr. BAE Systems hatte im Oktober einen umfangreichen Stellenabbau angekündigt – auch wegen fehlender Neuaufträge für den Kampfjet Eurofighter, der teilweise bei BAE gebaut wird. Insgesamt sollen bei dem Konzern nach damaligen Angaben 1 925 Arbeitsplätze wegfallen. Am härtesten soll es die Militärflugzeug-Sparte treffen, in der rund 1 400 von 12 500 Jobs auf der Streichliste stehen.