Ahlers zieht Prognose ersatzlos zurück

Operatives Ergebnis im Quartal mehr als halbiert

Ahlers zieht Prognose ersatzlos zurück

ab Düsseldorf – Die europaweite Schließung von Einzelhandelsläden für Bekleidung führt bei Ahlers zu erheblichen Belastungen. Vor diesem Hintergrund zieht der Herrenausstatter seine Prognose für den laufenden Turnus zurück und verzichtet mangels Planbarkeit auf eine neue Vorausschau, wie mitgeteilt wird. Bereits im ersten Quartal, das bei Ahlers im Februar abläuft, zeigten sich erste Bremsspuren, die neben der Beendigung von Aktivitäten auch auf die zeitliche Verschiebung von Jeans-Auslieferungen zurückgingen. So gab der Umsatz im Berichtsquartal um gut 13 % auf 51,2 Mill. Euro nach, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hat sich zeitgleich auf 1,5 Mill. Euro mehr als halbiert.Um der schwierigen Situation zu begegnen, habe der Vorstand liquiditätssichernde Maßnahmen ergriffen und schöpfe alle Möglichkeiten zur Kostenreduktion aus, heißt es. Dazu gehört, dass für den Großteil der Beschäftigten Kurzarbeit beantragt wurde. Einzige Ausnahme bildet der E-Commerce. Allerdings seien auch die Online-Umsätze zuletzt geschrumpft. Einziger Hoffnungsschimmer bleibe, dass die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte wieder auf ihren alten Wachstumspfad zurückkehre, sollten die staatlich ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wirken.Bilanziell sieht sich Ahlers dagegen gerüstet für die Wirtschaftskrise, wie die Eigenkapitalquote von fast 58 % belegt. Dank Verkäufen eines nicht betriebsnotwendigen Grundstücks und von Kunstwerken konnte die Nettoverschuldung weiter zurückgeführt werden.