Alno-Sanierung genehmigt
Alno-Sanierung genehmigt
dpa-afx Hechingen/Pfullendorf – Beim Küchenhersteller Alno geht der Betrieb vorerst weiter. Das Amtsgericht Hechingen genehmigte ein vorläufiges Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung, wie das Unternehmen mitteilte. Außerdem sei ein vorläufiger Sachwalter eingesetzt worden. Er ist zugleich Sachverständiger und soll nach Gerichtsangaben ein Gutachten erstellen und prüfen, ob ein Insolvenzgrund vorliegt.Das Unternehmen plant heute am Stammsitz in Pfullendorf eine Mitarbeiterversammlung. Dort wolle der Vorstand die Beschäftigten über die Entwicklung informieren, teilte ein Alno-Sprecher mit. Nach jahrelangem Kampf gegen die finanzielle Misere hatte der börsennotierte Konzern die Notbremse gezogen und die Restrukturierung in Eigenregie beantragt. Der Unterschied zum klassischen Insolvenzverfahren besteht unter anderem darin, dass das strauchelnde Unternehmen das Ruder nicht an einen Insolvenzverwalter abgeben muss. Der Alno-Konzern hat aktuell 1 860 Mitarbeiter, davon 1 300 im Inland. Großaktionär Tahoe, der erst seit Jahresbeginn das Sagen bei der Alno AG hat, hatte mitgeteilt, den Sanierungsplan als Chance zu sehen. Hinter Tahoe steht die bosnische Unternehmerfamilie Hastor, die mit der gescheiterten Machtübernahme beim bayerischen Autozulieferer Grammer Schlagzeilen machte.