JAPAN

Als Wachstumsmarkt identifiziert

Spezifische Lösungen für Industriekunden - Ehrgeizige Ziele

Als Wachstumsmarkt identifiziert

Japan gehört zu den Industrienationen mit einem hohen Produktionsanteil an der nationalen Wertschöpfung. Daher liegt der Fokus auf IoT-Lösungen für große Industriekunden. “Dafür brauchen wir ein lokales Team”, sagte Gaiser, der in dieser Woche mit Chief Technology Officer Mike Eissele mehrere potenzielle Abnehmer besuchte. Viele Unternehmen wollten digitalisieren, ohne ihre Prozesse komplett umzustellen. “Wir haben dafür die passenden Lösungen”, erläuterte Japan-Chefin Noriko Nishio. Nach ihren Angaben setzt Teamviewer beim Vertrieb sowohl auf Distributoren als auch Systemintegratoren sowie Eigenkontakte.Eine Grundlage für die Expansion existiert schon: In den sechs Jahren zwischen 2012 und 2018 deckte Teamviewer den japanischen Markt mit Hilfe von Muttersprachlern in der australischen Niederlassung ab und sammelte 14 000 zahlende Kunden ein. Seitdem wurden es 2 000 mehr. Private Anwender aus Japan luden die deutsche Software 13 Millionen Mal herunter. Inzwischen decken die Anwendungen aus Göppingen ein viel breiteres Spektrum ab. Daher will man nun an Industriekunden herantreten. “Unsere Strategie zielt auf das produzierende Gewerbe, weil es spezifische Lösungen braucht”, erläuterte Nishio. Die früher erzkonservativen IT-Abteilungen der Unternehmen seien inzwischen offen für Neues. “Man hat erkannt, dass man die Infrastruktur erneuern muss”, bestätigte Gaiser.Die Zuversicht von Teamviewer hängt auch mit dem starken Personalmangel in Japan zusammen – eine Folge der alternden Gesellschaft im Land der aufgehenden Sonne. Die Software aus Schwaben ermöglicht die Ferndiagnose und -wartung von Computern und Maschinen und eignet sich für den Aufbau des Internets über 5G-Verbindungen. Das spart Aufwand und Zeit und damit Personal. Mit Hilfe der Teamviewer-Plattform können die Firmen zudem ihren Mitarbeitern Homeoffice-Arbeitsplätze anbieten und dadurch als Arbeitgeber attraktiver werden.