Aramco erwägt Teilverkauf der Pipeline-Sparte
Aramco erwägt Teilverkauf der Pipeline-Sparte
md/Bloomberg Frankfurt – Saudi Aramco, der weltweit größte Ölproduzent, erwägt unterrichteten Kreisen zufolge den Verkauf einer Beteiligung an seiner Pipeline-Sparte, um sich angesichts des Ölpreiseinbruchs neue Geldquellen zu erschließen. Der Konzern könnte mit einem solchen Deal mehr als 10 Mrd. Dollar erlösen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen weiter berichten. Aramco habe bereits einige Gespräche mit potenziellen Beratern über die Transaktion geführt, sagten die Personen. Die Gespräche befinden sich aber in einem frühen Stadium.Der vom Staat kontrollierte saudi-arabische Konzern muss sich möglicherweise in diesem Jahr Barmittel beschaffen, da Saudi Aramco mit dem historischen Ölpreisverfall – der Preis für die Sorte Brent fiel beispielsweise seit Jahresbeginn von knapp 70 auf rund 23 Dollar – und einer zunehmenden Liste von Ausgabenverpflichtungen konfrontiert ist. So hat das Unternehmen bekräftigt, in diesem Jahr Dividenden in Höhe von 75 Mrd. Dollar auszuschütten. Zudem muss die erste Rate für den Erwerb einer Beteiligung an dem Chemiekonzern Saudi Basic Industries Corporation (Sabic) gezahlt werden, die sich Saudi Aramco insgesamt 70 Mrd. Dollar kosten lässt.Die Aktien von Saudi Aramco werden seit dem 11. Dezember 2019 an der Wertpapierbörse Tadawul in Riad gehandelt. Der Ausgabekurs betrug 32 Riyal; derzeit liegt der Kurs bei 30 Riyal. Es können aber nur maximal 1,5 % der Firmenanteile gehandelt werden; fast den ganzen Rest hält der saudische Staat.