Architekt der Aufspaltung
Architekt der Aufspaltung
cru – Mit 42 Jahren dürfte Marc Spieker einer der jüngsten Dax-Finanzchefs in Deutschland sein. Im Januar 2017 rückte er in den Eon-Vorstand auf, als sein Vorgänger Michael Sen den Posten aufgab und zu Siemens zurückkehrte. Der 42 Jahre alte gebürtige Essener ist neben Finanzen und Rechnungswesen auch für Fusionen, Risikomanagement und Investor Relations verantwortlich.Spieker arbeitet schon seit 15 Jahren für Eon und kennt den Konzern bis ins Detail. Als Grundlage für seine steile Karriere studierte der promovierte Betriebswirt in Koblenz und Madrid und erwarb einen MBA von der University of Texas in Austin. 2002 begann Spieker seine berufliche Laufbahn als Referent für Unternehmensplanung und Controlling in der Eon-Konzernleitung. 2004 wechselte er zur schwedischen Tochter Sydkraft in Malmö und unterstützte die Integration des Unternehmens in den Konzern.2006 kehrte Spieker in die Konzernleitung zurück und verantwortete dort als Abteilungsleiter die Unternehmensplanung in Skandinavien, England und den USA. Anschließend wurde er Leiter in der Energiewirtschaft für die kommerzielle Optimierung des gesamten Commodity-Portfolios. 2011 verantwortete Spieker die Finanzen im spanischen Geschäft als Finanzchef der Eon España in Madrid.2012 kehrte er in die Konzernzentrale zurück, um die Leitung der Investor Relations zu übernehmen. Seit Ende 2014 leitete Spieker das Strategieprojekt “One2two” – die Abspaltung von Uniper. Dabei war er für das Management sämtlicher Themen vom Carve-out der Uniper-Geschäfte bis hin zur finanziellen Gestaltung der Transaktion am Kapitalmarkt zuständig.Nach dem Börsengang des Kraftwerksbetreibers Uniper übernahm er im Herbst vergangenen Jahres die Position als Finanzchef der Eon-Sparte Erneuerbare Energien, bevor er zum 1. Januar 2017 in den Eon-Vorstand berufen wurde – seit April als Finanzchef. Zudem ist Spieker seit Mai 2016 Mitglied des Aufsichtsrats von Uniper – der bedeutendsten Finanzbeteiligung des Konzerns. Seit Juni 2017 ist er Mitglied im Aktionärsausschuss der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream, an der Eon einen Anteil im Wert von 1 Mrd. Euro hält.