Baukonzern Porr holt weniger Neuaufträge zum Jahresende

Gesenktes Gewinnziel und Dividende bestätigt

Baukonzern Porr holt weniger Neuaufträge zum Jahresende

scd Frankfurt – Der Baukonzern Porr hat im Geschäftsjahr 2019 zwar deutlich weniger verdient als im vergangenen Jahr, das reduzierte Gewinnziel nach vorläufigen Zahlen aber wohl mindestens erreicht. Das Ergebnis werde wohl mindestens die bei der Prognoseanpassung im November in Aussicht gestellten 35 Mill. Euro erreichen, teilte Porr am Dienstag mit. Daher werde der Vorstand der Hauptversammlung wie angekündigt eine Dividende von 40 Cent pro Aktie vorschlagen. Diese liege im Rahmen der Dividendenpolitik, die eine Ausschüttungsquote zwischen 30 % und 50 % des Jahresergebnisses vorsieht. Für 2018 waren bei einem Gewinn von 88 Mill. Euro noch 1,10 Euro je Aktie ausgeschüttet worden.Der Auftragsbestand schloss das Jahr zwar erneut über der 7-Mrd.-Euro-Marke ab, lag mit 7,065 Mrd. Euro aber um 0,5 % unter dem Wert zum Ende des vorangegangenen Jahres. Nach neun Monaten hatte der Auftragsbestand noch deutlich über dem 2018er Niveau gelegen. Im Wesentlichen lag der relative Rückgang an einem deutlich geringeren Auftragseingang im Schlussvierteljahr, der mit rund 1,2 Mrd. Euro um ein Drittel unter dem Vorjahreswert lag. Im Gesamtjahr gingen die neuen Orders um 12,5 % auf 5,54 Mrd. Euro zurück.Damit lag der Auftragseingang 2019 anders als im Vorjahr unter der Produktionsleistung, die nur um 0,4 % auf 5,57 Mrd. Euro zurückging. “Das abgelaufene Geschäftsjahr war herausfordernd”, resümierte CEO Karl-Heinz Strauss. Fundamental sei Porr aber stark aufgestellt, um am anhaltenden Boom im Bausektor zu partizipieren und die Ertragskraft nachhaltig zu verbessern. Dieses Jahr soll die Vorsteuermarge bei gleichbleibender Produktionsleistung auf 1,3 bis 1,5 % steigen. In den Folgejahren soll sie auf 2,0 bis 3,0 % zulegen. Vergangenes Jahr war sie auf 0,6 % gefallen.Die Porr-Aktie notierte am Dienstag mit 14,10 Euro 1,9 % fester, hat aber seit der Prognosekürzung im vergangenen November mehr als ein Drittel ihres Werts eingebüßt.