DIY-Branche

Baumarktgeschäft bewegt sich wieder auf Normalniveau

Der Boom in der deutschen Baumarktbranche ist erst einmal vorbei. In den ersten neun Monaten des Jahres lagen die Umsätze der Bau- und Gartenfachmärkte mit 15,41 Mrd. Euro flächenbereinigt um fast 12% unter dem Wert des Rekordjahres 2020, wie der Branchenverband BHB mitteilte.

Baumarktgeschäft bewegt sich wieder auf Normalniveau

md Baumärkte

Der Boom in der deutschen Baumarktbranche ist erst einmal vorbei. In den ersten neun Monaten des Jahres lagen die Umsätze der Bau- und Gartenfachmärkte mit 15,41 Mrd. Euro um 11,1% unter dem Wert des Rekordjahres 2020, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) mitteilt. Flächenbereinigt liege das Minus bei 11,8%.

Von Januar bis Ende September 2020 hatten die Erlöse um 13,8% zugelegt (siehe Grafik). Denn im vergangenen Jahr hatten die coronabedingte Rückbesinnung auf die eigenen vier Wände, auf Garten oder Terrasse sowie die mangelnden Reisemöglichkeiten und ein langer heißer Sommer das Geschäft beflügelt. In diesem Jahr, so der Verband, habe es bis dato nur sehr wenige positive Einflüsse gegeben. Stattdessen beklagt der BHB die Lockdowns, schlechtes bis katastrophales Wetter, Materialengpässe und Preisanstiege.

Gemessen am Vor-Corona-Jahr 2019 liefen die Geschäfte der Baumarktbetreiber aber auch 2021 nicht schlecht. Trotz der Widrigkeiten lagen die Erlöse in den ersten neun Monaten um 2,4% über dem Niveau des vorvergangenen Jahres. „Vergleicht man nur die Quartale zwei und drei der Jahre 2019 und 2021 und klammert somit den Lockdown aus, liegt der deutsche Branchenumsatz sogar um etwa 9,7% im Plus“, erklärt BHB-Hauptgeschäftsführer Peter Wüst.

Insgesamt sehen Vorstand und Geschäftsführung des BHB die Branche derzeit „auf einem sehr guten Weg“. Die lange, sehr herausfordernde Pandemiephase habe bereits angestoßene Veränderungsprozesse deutlich beschleunigt und die Anpassungsfähigkeit nachgewiesen. In Kombination mit der hohen Affinität der Menschen zum Home Improvement entstehe so ein günstiges Klima für die Bau- und Gartenfachmärkte.

Der Verband nennt allerdings auch Risikofaktoren: zum einen die Beschränkungen durch die Politik der Pandemiebekämpfung, zum anderen die schwer abschätzbaren Auswirkungen der anhaltenden Produktions- und Lieferengpässe.