WERTBERICHTIGT

Befreiungsschlag für Erich Sixt

Börsen-Zeitung, 20.2.2020 Für den erfolgsverwöhnten Unternehmer Erich Sixt hat sich die Beteiligung Sixt Leasing zu einer Dauerbaustelle entwickelt. Seit der Abspaltung seiner Leasingflottenaktivitäten via Börsengang im Mai 2015 ist Deutschlands...

Befreiungsschlag für Erich Sixt

Für den erfolgsverwöhnten Unternehmer Erich Sixt hat sich die Beteiligung Sixt Leasing zu einer Dauerbaustelle entwickelt. Seit der Abspaltung seiner Leasingflottenaktivitäten via Börsengang im Mai 2015 ist Deutschlands größten Autovermieter damit beschäftigt, Sixt Leasing irgendwie in die Spur zu bringen. Die einstige Konzerneinheit schreibt zwar schwarze Zahlen und startet Wachstumsinitiativen, aber der große Durchbruch ist ausgeblieben. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine große Lücke. Die Anleger wandten sich von dem Unternehmen ab, das nicht vermocht hat, von der eigenen Strategie zu überzeugen. Erich Sixt, der zugleich dem Aufsichtsrat von Sixt Leasing vorsitzt, war bei der früheren Tochtereinheit mit seinem Latein am Ende. Das zeigte sich, als er den einstigen Sixt-Finanzvorstand Julian zu Putlitz im Sommer 2019 in das Kontrollgremium holte. Putlitz hatte einst die Carsharing-Anteile an BMW mit großem Gewinn verkauft. Die geplante Veräußerung ihrer Leasing-Anteile an eine Hyundai-Allianz wäre für Sixt ein Befreiungsschlag, um sich voll aufs Kerngeschäft konzentrieren zu können. sck